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Die Salzkathedrale von Zipaquirá

Donnerstag, 24. Dezember 2009 7:00

Passend, so kurz vor der Weihnachtszeit, haben wir in in Zipaquirá eines der Highlights der Region, ca. 50km nördlich von Bogotá, besucht. Die so genannte Salzkathedrale mit ihrem berühmten „Kreuzgang“ in dem Gläubige in überaus kitschigem Ambiente den Weg Jesu bis zur Kreuzigung und Wiederauferstehung nachvollziehen und dabei betend in sich gehen können.
In einen alten Salzstollen hinein gebaut, kann dieser unterirdische Komplex mit seinem 75m langem und 18m hohem Hauptschiff bis zu 8500 Menschen aufnehmen. Was im gläubigem Kolumbien auch durchaus sinnvoll ist. Wir haben uns dem entsprechen nicht an einem Sonntag dort eingefunden und den day-after abgewartet. An großen Feiertagen muss hier die Hölle los sein  - Haha!      
Alles in in allem ist es schon recht eindrucksvoll was dort insbesondere durch die Beleuchtungstechnik verwirklicht wurde. Das Hauptschiff, in dem bei unserem Besuch ständig gregorianische Choräle für passendes Schaudern sorgten, öffnet sich wirklich überraschend gewaltig mit seinen gigantischen Säulen, nach dem man durch die meist kleineren Kammern gelaufen und in der blauen Kuppel angekommen ist. Das rechte und linke Nebenschiff hat zwar hier und da ein wenig was vom Raumschiff Enterprise der Serie „Star Trek – Next Generation“ aber ein gewisses „huhuhuhuh dies ist ein ganz besonderer Platz“-Gefühl ließ sich trotzdem nicht leugnen.

Achtung: Wer dieses „religiös-spirituelle“ Gefühl nachhaltig mitnehmen möchte, sollte unbedingt darauf verzichten den anschließenden 3D-Film über die Salzstollen und den Salzabbau zu sehen, da er einem zeigt, dass man sich an einem artifiziellem Abfallprodukt ergötzt hat. Mit viel Dynamit und Maschineneinsatz „gebaut“ und tatsächlich bis auf das Marketing, die zahlreichen Kreuze und die Beleuchtung nur eine von hunderter anderer „Kathedralen“ bzw. einfach Stollen im gesamten Salzbergwerk. Wir haben so etwas auch in Deutschland, ich glaube bei uns lagert man da jedoch Atommüll.

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Thema: Motiv Serien | Kommentare (2) | Autor: Ahmed

Bogotá – La Candelaria

Mittwoch, 23. Dezember 2009 7:00

Mitten im Herzen Bogotás der “Candelaria” gelegen war unser Hostel, von dem aus man sehr schön die Sehenswürdigkeiten ablaufen konnte. Richtig viele gab es eigentlich nicht, dennoch ist der historische “Plaza Bolivar” mit seinen verschiedensten Architekturstilen und nicht zu vergessen seinem riesigen Weihnachtsbaum und der kitschigen Weihnachtsdeko ein absoluter Meeting Point. Zudem läßt es sich zum Plaza durch die schönen Gassen der Candelaria, vorbei an bunten Häusern, Kirchen, Tiendas, Straßenverkäufern und dem ständigen Blick auf die Berge sehr angenehm schlendern. Ach ja, schlendern geht übrigens nur bergab, sobald wir unseren Rückweg zu unserem weiter oben am Berg gelegenen Hostel angetreten haben, sind wir tatsächlich von den 2.600 Höhenmetern überrumpelt worden, die uns nur langsam kriechend und schwer atmend wieder haben ankommen lassen (was allerdings wiederum gut gegen die nicht vorhandene Heizung gewirkt hat).
Auf dem vorletzten Bild der Motivserie sieht man übrigens eine der zahlreichen, lebenden “Telefonzellen” Bogotás. Dies bedeutet: eine Person ausgestattet mit zahlreichen an Ketten befestigten Mobiltelefonen und geschmückt mit der entsprechenden Werbung des Mobilfunkanbieters (“Llamadas 200 Pesos” oder “Minuto 200 Pesos”). Leider haben wir kein Bild von 5 gleichzeitig telefonierenden Personen festgekettet an die “Telefonzelle”, sondern nur von einer “leeren” Telefonzelle machen können.

* Llamadas = Telefongespräche

 

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Thema: Motiv Serien | Kommentare (1) | Autor: Martina

Bogotá

Dienstag, 22. Dezember 2009 7:00

Da wir nicht ewig im schönen und warmen San Gil bleiben konnten (Südamerika hat ja noch einiges mehr zu bieten) haben wir uns nach 4 sehr gechillten Tagen in netter Begleitung zur Weiterreise in’s weitaus höher gelegene Bogotá entschieden. Die Busfahrt war ausnahmsweise schnell (nur 7 Stunden) hinter uns gebracht und so sind wir kurz vor Mitternacht in der nur 5°C kalten Hauptstadt Kolumbiens angekommen. Ein Hostel hatten wir bereits von San Gil aus gebucht, so dass wir nur noch in unserem Dorm in’s Stockbett fallen mussten.

Wie wir am nächsten Morgen bei Sonnenschein und 22°C erfahren durften, liegt das Viertel “La Candelaria” der 7,5 Millionen Stadt sehr schön sowohl in Bergen, als auch inmitten alten historischen Häusschen. Das Frühstück umfaßt hier übrigens den Temperaturen angepaßte heiße Arepas (Maisfladen) und eine deftige Knochenmarkssuppe, die man nach den eiskalten Nächten auch tatsächlich gut gebrauchen kann. Das Klima scheint hier nicht nur den Touristen mächtig zu schaffen zu machen, denn jeder 2. begnetet einem schnupfend, niesend und hinter dicken Schichten von Taschentüchern. Heizungen gibt es hier leider nicht (dementsprechend sind Mehrfachschichten an Klamotten angesagt aber dafür gibt es lauwarme Duschen (wenn sie denn funktionieren).

Nachdem wir relativ schnell die Stadt mit ihren Sehenswürdigkeiten abgelaufen haben (diese Fotoserie zeigt eindrucksvoll die in Berge eingebettete Millionenstadt von einem der zahlreichen Hochhäuser aus fotografiert) – haben wir uns ausnahmsweise mal dem Hostelleben voll und ganz hingegeben. Eigentlich genau das, was wir seit Australien erfolgreich zu verhindern verstanden haben! Unser Budget ist seit den Eskapaden leider überproportional geschrumpft aber nichts desto trotz haben wir das Nächte durchzechen mit Bier, Rum, Poker, Salsa und vielen anderen Travellern aus der ganzen Welt doch irgendwie auch genossen…

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Thema: Motiv Serien | Kommentare (4) | Autor: Martina

Cañon Chicamocha

Montag, 21. Dezember 2009 2:41

Nachdem wir während unserer 17 stündigen Busfahrt von Cartagena nach San Gil mit permanent wechselnden Landschaften überrascht worden sind, hat sich uns kurz vor Ankunft in San Gil auch der gewaltige Cañon Chicamocha eindrucksvoll präsentiert. Da es leider im großen Reisebus mit dem ganzen Gepäck im Schlepptau nicht möglich war mal eben kurz auszusteigen, geschweige denn ein Foto zu machen, haben wir uns einfach nochmal auf eigene Faust von San Gil aus auf den Weg gemacht.
Da auch in Kolumbien Tourismus immer größer geschrieben wird, hat man dieses Naturereignis erst kürzlich zu einem Nationalpark gemacht. Ein Nationalpark in Kolumbien bedeutet allerdings nicht, dass die Attraktion “Cañon” (der übrigens der 2. größte nach dem Grand Canyon ist) alleine  ausreichend ist. Nein, man hat den ganzen Park mit zahlreichen weiteren “Attraktionen” angereichert. Von einem Motorcrossgelände, über Zipplining, Kletterwände, einer Kunsteislaufbahn (!), einem Streichelzoo, einem gewaltigen Denkmal, zahlreichen Restaurants und Imbißbuden, bis hin zu einer Seilbahn (der längsten derzeit existierenden Einseilbahn), die in den Cañon hinunter und auf der anderen Seite wieder hinaufführt, kam man sich eigentlich nicht mehr wie in einem Nationalpark, sondern eher wie im Phantasialand vor… Das Schöne beim Spaziergang zum Mirador, waren die Sprenkleranlagen, die ca. alle 100 Meter über dem Weg angebracht waren, damit auch ja kein Tourist einen Hitzschlag erleiden muß (erinnert fast ein bißchen an die USA mit ihren Sicherheitsvorkehrungen).
Wir haben uns auf die sagenhafte Aussicht, den Streichelzoo und die Seilbahnfahrt beschränkt.

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Thema: Motiv Serien | Kommentare (0) | Autor: Martina

Martina + Paragliding = unmöglich? … Mitnichten!

Mittwoch, 16. Dezember 2009 7:00

Ein kleiner Schritt für die Menschheit, ein RIESEN Schritt für bzw. gegen die Höhenangst. Kolumbien  Martina + Paragliding = unmöglich? … Mitnichten!
Wie bereits geschrieben, ist San Gil für sein Angebot an Fun & Adventuresports bekannt. Paragliding im Tandem kann man hier z.B. für 60.000 Pesos (etwa 30US$) machen. Nach dem wir am Vorabend mit zwei netten Australien über ihr Flug-Erlebnis gesprochen haben, beschlossen wir kurzerhand es ihnen gleichzutun. Öfter mal was neues und so – nicht wahr? Schon ein Tag später war unser Trip gebucht und wir konnten uns je nach Perspektive todesmutig, lebensverachtend oder einfach nur langweilig den Hang hinunter “stürzen”. Unten sieht man am Beispiel Martina (blau-weißer Gleitschirm, im folgenden einfach Kite genannt), wie das so in etwa ausgesehen hat mit Start, Flug und Landung. Wenn man das noch nie hatte, ein Riesen Spaß! Zunächst ist alles ganz ruhig und relaxed, man kann dem Piloten aber sagen das man gerne ein wenig mehr Action hätte, was sofort mit zum Beispiel gut G-Kräfte entwickelnden Abwärtsspiralen „bestraft“ wird. Schon krass wenn man so „hoch“ schaut, den Kite sieht und hinter dem Kite den Boden, dann nach „unten“ schaut  seine Füße erkennt und hinter ihnen den Himmel sieht.

Was bleibt unterm Strich? 20 Minuten erhabenes Hochgefühl, Haken dran. Das nächste mal machen wir es nicht unter einem Fallschirmsprung Kolumbien  Martina + Paragliding = unmöglich? … Mitnichten!

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Thema: Motiv Serien, Unterwegs | Kommentare (5) | Autor: Ahmed