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Angkor Thom - Elephantenterrasse und Terrasse des Leprakönigs

Montag, 2. März 2009 14:51

  • Leprakönig Kambodscha Elephantenterrasse Angkor Thom  Angkor Thom   Elephantenterrasse und Terrasse des Leprakönigs

Thema: Motiv Serien | Kommentare (0) | Autor: Ahmed

Angkor Thom - Bayon

Montag, 2. März 2009 14:41

  • Kambodscha Bayon Angkor Thom  Angkor Thom   Bayon

Thema: Motiv Serien | Kommentare (0) | Autor: Ahmed

Siem Reap und die Tempel von Angkor

Montag, 2. März 2009 14:30

25.02. Mittwoch

Nachdem wir ausgeschlafen, unsere 7 Sachen zusammengepackt und uns auf dem Markt noch mit Proviant versorgt haben holt uns um 12 Uhr der Minibus vom Busbahnhof ab und es geht weiter nach Siem Reap, um von dort aus Angkor (das 8. Weltwunder) zu besichtigen. Die Busfahrt dauert 6 Stunden, die wir schlafend, lesend, essend hinter uns bringen.

 

Angekommen in Siem Reap erwarten uns am Busbahnhof mal wieder rudelweise Tuk Tuk Fahrer, die auf Fahrten mit den Neuankömmlingen lauern. Was aber dieses Mal anders ist (wir merken das allerdings erst ein bißchen später, denn wir haben mit unserem Hostel bereits einen Pick-Up Service vereinbart), ist dass der Bus in einem abgezäunten Gelände hält, in welches nur Tuk Tuk Fahrer das Busgesellschaft einfahren dürfen! Da die meisten noch keine Unterkunft haben - lassen sie sich gerne unwissentlich auf das begrenzte Angebot ein. Da wir unseren Tuk Tuk Fahrer suchen merken wir erst, dass er sich hinter einem hohen Drahtzaun mit einem abgeschlossenem Tor befindet.Hintergrund der ganzen Sache ist natürlich zum Einen, dass die ganzen Busfahrten deswegen so günstig sind, weil sie von den Hotels unterstützt werden und diese natürlich dann die potenziellen Kunden sofort nach Ankunft abfangen (sagt man übrigens gleich nach Ankunft ein Hotel zu, so bringt der Tuk Tuk Fahrer einen kostenlos dorthin und kassiert obendrein noch eine Kaution vom Hotel. Der Hintergrund zum Anderen ist, dass man bei einem Besuch in den Tempelanlagen von Angkor meist ein Tuk Tuk für einen Fixpreis mietet, welches einen dann zu allen gewünschten Tempeln bringt und einem für den ganzen Tag zur Verfügung steht. Dieses lukrative Geschäft versuchen die Tuk Tuk Fahrer also ebenfalls bereits bei Ankunft der Touristen dingfest zu machen! (50 UD Dollar für 3 Tage gesichertes Geschäft, ist für kambodschanische Verhältnisse - ein sehr gutes Einkommen!)

 

Wir werden jedenfalls erstmal von unserem Fahrer wohlbehalten in Rosy’s Guesthouse (sehr schön am Fluß uns abseits der Touristenecke gelegen) abgesetzt und sind ganz begeistert, was uns hier für nur 4 US $ pro Nacht erwartet! Ein sehr gepflegtes und geschmackvoll eingerichtetes Guesthouse mit einer großen Bambusterrasse, die fantastisch zum chillen einlädt…Bei einer äußerst geschmackvollen und leckeren Khmer Suppe beschließen wir unseren sehr sympathischen Tuk Tuk Fahrer für die nächsten 2 Tage zu engagieren Tempel Siem Reap Kambodscha Angkor Wat Angkor Thom Angkor  Siem Reap und die Tempel von Angkor

 

26.02. Donnerstag Um 9:30 Uhr geht’s auf Richtung Angkor! Das riesige Gelände, welches nur so mit Tempelanlagen versehen ist, zwingt uns dazu unsere Tour auf 2 Tage aufzuteilen und so starten wir heute mit einer kleinen Rundfahrt, die Ankor Thom (bestehend aus Bayon, Baphuon, Elefanten- sowie der Terrasse des Leprakönigs) Ta Keo, Ta Prohm und den großen Angkor Wat beinhaltet. Mit Kamera, Flips Flops und jeder Menge Spannung beladen, geht unsere Tour los. Gleich der erste Tempel - der Bayon - ist absolut beeindruckend! Er wirkt wie die „kleine” Schwester von dem gewaltigen Angkor Wat und man fühlt sich von den satten 216 kühl lächelnden Steingesichtern des Avalokiteshvara die ganze Zeit irgendwie beobachtet! Man sagt wohl, dass dies die beste Möglichkeit gewesen ist damals die Untertanen im Auge behalten zu können). In den Steinreliefs sind weitere 11.000 Figuren eingearbeitet, die lebendige Geschichten des 12. Jhd. Kambodschas erzählen. Das Baphuon, welches pyramidenförmig gebaut wurde hat einen 70 m langen liegenden Buddha mit in die Mauern eingebaut, den wir aber erst nach langem Suchen entdecken, so verwittert und verfallen ist dieser Tempel bereits. Die 300m lange Elefantenterrasse die damals als Exerzierplatz für öffentliche Zeremonien und Paraden genutzt wurde und deren Eingänge mit 3-köpfigen Elefanten gesäumt ist - bringt uns direkt zur Terrasse des Leprakönigs, die uns fast noch mehr beeindruckt. Sie wurde damals einem König zu Ehren gebaut, der an Lepra verstorben war und verfügt über ein Labyrinth im Inneren mit 7 Schichten akribisch ausgearbeiteter Skulpturen. Im hereinfallenden Sonnenlicht, kann man hier wirklich sehr viel Zeit verbringen und jede Menge wunderbarer Fotos schießen!

 

Angkor Thom verlassend geht es weiter zum Ta Keo. Ebenfalls eine pyramidenförmiger Tempel, den wir mit seinen steilen und vor allen Dingen schmalen Stufen (für Ägypterfüße nicht wirklich geeignet) erklimmen und die schöne Aussicht genießen. Diesem Tempel fehlen übrigens jegliche kunstvolle Skulpturen, da man sagt, dass er seit er vom Blitz getroffen wurde nicht mehr fertig gestellt wurde.

 

Der Ta Prohm, unsere nächste Station, ist einer der wenigen Tempel der ganzen Anlage, der nicht aus dem alles umschlingenden Dschungel befreit wurde. Hier sieht man mehr als deutlich, das der Mensch zuerst die Natur erobert und diese sich mit der Zeit alles ihr gehörende wieder zurück holt… Übrigens wurde in dieser Tempelanlage „Tomb Raider” gedreht, was wenn man die beeindruckende Kulisse gesehen hat, in keinster Weise verwundert!

 

Da wir nun schon seit einigen Stunden bei 36°C brütender Hitze unterwegs sind, fährt uns der Tuk Tuk Fahrer zum absoluten Highlight: Angkor Wat im Sonnenuntergang! Wer Angkor Wat im normalen Tageslicht gesehen hat weiß was ich meine… Die riesige Anlage wirkt wie ein schwarzes, dreckiges aber riesiges Monstrum, welches in der Abendsonne, sein Gesicht komplett verändert! Begeistert von der großartigen Stimmung des Sonnenlichts suchen wir uns - nachdem wir den Tempel von Innen erkundet haben - ein ruhiges Plätzchen am Teich vor der Frontkulisse. Hier sieht man das Meisterwerk in seiner vollen Größe und hat zudem noch eine wunderschöne Spiegelung im Teich. Da wir ein bißchen ab vom Schuss sind (denn alle anderen Besucher nutzen die offizielle Besucherterrasse) und zudem auch die nötige Geduld mitgebracht haben könnte man fast sagen, mit den quakenden Fröschen im Hintergrund ist es richtig idyllisch!

Mit tollen Fotos im Gepäck verlassen wir gegen 6 Uhr am Abend Angkor und vereinbaren mit unserem Fahrer, dass er uns um 5:30 Uhr am kommenden Morgen im Hostel wieder abholt…

 

27.02. Freitag Um 5:30 Uhr wartet unser Tuk Tuk Fahrer bereits wie vereinbart auf uns, um uns zum Tempel Pnohm Bakheng (auf einem Berg mit Blick auf Angkor Wat gelegen) zu bringen. Die Fahrt dorthin im offenen Tuk Tuk ohne Sonne ist fast ein bißchen frisch, wenn man die permanente Hitze der Sonne gewohnt ist. Aber der sehr stramme Aufstieg auf den Berg (denn so langsam wird es immer heller) - läßt uns schnell wieder warm werden. Oben angekommen (nicht nur auf dem Berg, sondern auch auf der Plateau des oben liegenden Tempels) sehen wir die wartende Gruppe der bereits anwesenden Fotografen, die Angkor Wat in der aufgehenden Sonne ebenfalls einfangen wollen. Die Wolken machen uns zwar was den Sonnenaufgang angeht einen kleinen Strich durch die Rechnung aber der Nebel, der zur frühen Morgenstunde (es ist jetzt 6 Uhr) über dem Dschungel liegt, verleiht eine interessante und echt mystische Stimmung!

 

Ein paar schöne Schnappschüsse im „Gepäck” machen wir uns nach 1,5 Stunden wieder an den Abstieg und genehmigen uns erst einmal einen starken Kaffee gegen die Müdigkeit. Gestärkt geht es bereits um 9 Uhr weiter zum Preah Khan (heiliges Schwert), der malerisch in der Morgensonne im Dschungel versteckt liegt. Seine Grundform ist ein gut erhaltener Kreuzgang, der durch seine gewölbten Gänge und sehr schöne Skulpturen besticht. Wir sind überrascht, dass die vorhandenen Figuren eigentlich eher aus dem Hinduismus als aus dem Buddhismus stammen, freuen uns aber trotzdem ein paar tolle Aufnahmen von Shiva, Vishnu und Brahma zu ergattern. Man sagt, dass sich in diesem Tempel bis zu 1.000 Lehrer aufgehalten haben sollen und dieser als Universität galt… In der Mitte des Kreuzganges werden wir auf einmal von einem Polizisten angesprochen, der uns anfängt in rasendem Tempo und gutem Englisch von der Geschichte des Tempels zu erzählen und uns dabei in die entlegensten Gänge entführt. So lernen wir, dass der König damals zu Ehren seiner beiden Frauen kleine Tempel hat anfertigen lassen und Ihre Silhouetten in Stein hat meißeln lassen. Den ersten der beiden Tempel findet man noch leicht, der 2. war nur sehr versteckt und in gebückter Haltung aufzufinden (vielleicht weil besser keiner etwas von der 2. Frau erfahren sollte?) Das ehemalige Schwimmbad, den Ballsaal sowie weitere entlegene Ecken (auf die wir selbst wohl nicht gestoßen wären) haben wir so fantastisch erklärt zu Gesicht bekommen. Nachdem die sehr interessante aber rasend schnelle Führung innerhalb von 20 Minuten in der Mitte des Tempels abgeschlossen war - durften wir auch sogleich erfahren, dass der scheinbar doch so ambitionierte Polizist in dieser Art und Weise einen kleinen Nebenverdienst in Form von „Spenden” anstrebt. Auch hat er ziemlich genaue Vorstellungen in welcher Höhe diese ausfallen sollten Tempel Siem Reap Kambodscha Angkor Wat Angkor Thom Angkor  Siem Reap und die Tempel von Angkor Da wir mittlerweile ja Vietnam geschult sind haben wir den Preis halbiert ihn dann aber gerne gezahlt.

 

Leicht müde von dem sehr ausgiebigen Erkunden dieses Tempels sowie dem frühen Aufstehen am Morgen fragen wir uns ob wir noch genügend Energie für die nächsten anstehenden 5 Tempelanlagen an diesem Tag sowie die immer größer werdende Hitze haben, setzen uns aber brav wieder ins Taxi zur nächsten Station. Diese enttäuscht uns sehr, da wir mittlerweile Angkor Wat kennen und den Minitempeln nicht mehr allzuviel abgewinnen können. Der danach folgende Tempel (den Namen haben wir schon wieder vergessen, denn irgendwie sehen ab einem gewissen Zeitpunkt alle Anlage gleich aus!) ist dann der Auslöser, dass wir beschließen unsere Tour abzuschließen. Viele Leute, die wir bislang getroffen haben, haben uns bereits vom „Tempelkoller” berichtet und wir wissen jetzt auch bestens was damit gemeint ist!!!

 

So fahren wir gegen Mittag an der Bank vorbei zurück ins Hostel und holen erstmal unseren Schlaf nach…

  • Tempel Siem Reap Kambodscha Angkor Wat Angkor Thom Angkor  Siem Reap und die Tempel von Angkor

Thema: Unterwegs | Kommentare (0) | Autor: Martina

Von Vietnam nach Kambodscha (Phnom Penh)

Montag, 2. März 2009 14:21

  • Phnom Penh Kambodscha Grenze  Von Vietnam nach Kambodscha (Phnom Penh)

Thema: Motiv Serien | Kommentare (2) | Autor: Martina

Mit dem Slowboat nach Kambodscha

Montag, 2. März 2009 13:39

22.02. Sonntag Nach unserer letzten Nacht in vietnamesischen Gewässern steigen wir bereits um 7 Uhr in das Slowboat, welches uns über die kambodschanische Grenze bei Vinh Xuong bringen soll. Für die Strecke hätte man ebenfalls ein Speedboot buchen können (und hätte damit ca. 4 Stunden gespart), da wir ja aber keinerlei Eile haben und auch das Mekongdelta noch in seinen vollen Zügen auskosten wollen - haben wir uns für die 9 Stunden Variante entschieden. Da die Qualität der vietnamesischen Transporte ja keine wirklich große Rolle spielt, ist unser Boot eine Art „Lastenkahn” - mit Holzbänken so breit, dass normalerweise anderthalb Personen darauf Platz haben würden. Wir sitzen allerdings Mangels Platz zu zweit darauf (nie vergessen: in Vietnam fährt ein Fahrzeug nie los, bevor es nicht bis auf den letzten Platz ausgelastet ist!). Macht ja nichts, denn wir wollen ja auch so reisen, wie die Einheimischen… Die Fahrt geht langsam durch die kleinen, malerischen Kanäle, bis wir nach 3 Stunden die kambodschanische Grenze erreichen, die wir mit unserem gesamten Gepäck zu Fuß überqueren müssen. Da wir im Boot bereits alle Papiere vorbereitet haben, laufen Visum und Stempel im Paß reibungslos. Eine halbe Stunde haben wir an Land (jetzt in Kambodscha!) um unsere leicht gequetschten Körper und platten Gesäße wieder zum Leben zu erwecken - bis es heißt, dass wir zur Weiterfahrt nach in ein größeres Boot umsteigen sollen. In freudiger Voraussicht auf mehr Platz für die nächsten 4 Stunden Fahrt, müssen wir allerdings feststellen, dass das „Mehr” an Platz natürlich auch mit einem „Mehr” an Leuten einher geht. Jetzt sitzen wir wie die Hühner auf der Stange auf 2 gegenüberliegenden Holzbänken (so kann wenigstens keiner mehr zur Seite umkippen) und freuen uns auf die Fahrt in der winzigen Nussschale auf dem vergleichsweise riesigen Mekong (der mittlerweile so breit ist, dass der Rhein bei Bingen Slowboat Phnom Penh Kambodscha Grenze  Mit dem Slowboat nach Kambodscha locker 4 Mal hinein passen würde. Ach so - 35°C und pralle Sonne hat es ebenfalls… Klingt doch irgendwie romantisch, oder?

Romantisch war übrigens auch unsere Reisebegleitung im Boot:

  • Miss Piggy, die für 7 Monate durch Südost Asien reist und es nicht leiden kann, von Einheimischen über den Tisch gezogen zu werden (ich weiß gar nicht mehr genau, wie sie auf die Holzbänke gepaßt hat)
  • ein Brite, der 10 Monate lang eine der unseren ähnliche Tour macht aber meist ein bißchen arg steif rüber kommt
  • ein „Lehrer”, (eigentlich selbständiger E-Techniker), 4 Wochen durch Vietnam und Kambodscha reist und im Cham Village seine weibliche Reisebegleitung abgehängt hat
  • und nicht zu vergessen Wilfried (stocksteifer Engländer, Ende 50) reist alleine durch Südostasien und es nicht leiden wenn Ahmed direkt neben ihm raucht und ihn nach der Beschwerde auch noch die ganze Zeit unentwegt anguckt Slowboat Phnom Penh Kambodscha Grenze  Mit dem Slowboat nach Kambodscha

Ihr seht man hat während der 7,5 stündigen Fahrt viel Zeit, um sich über Blödsinniges Gedanken zu machen…

 

Echt fertig von der Fahrt und leicht benebelt von der Hitze auf dem Boot kommen wir tatsächlich gegen 17 Uhr in Pnom Penh an. Im Unterschied zu Vietnam ist uns während der Fahrt aufgefallen, dass die frei umher laufenden Büffel hier nicht mehr schwarz sondern weiß und noch dazu extrem abgemagert sind. Außerdem gibt es Tempel und Pagoden en masse! An jeder Straßenecke gibt es Geschäfte, die Tempelspitzen und Buddhafiguren verkaufen - was uns zeigt, dass die Menschen in Kambodscha wohl die ganzen durch die roten Khmer zerstörten Tempel alle wieder neu und Stück für Stück aufbauen. Unendlich heiß ist ebenfalls (36°C am Abend), der Müll liegt in riesigen Bergen überall auf der Straße herum und die Stadt ist ebenfalls extrem dreckig

 

Ganz interessant ist auch zu wissen, dass der Straßenbau sich wohl schneller als das System der Straßennummerierung entwickelt hat - was dazu führt, dass man sich an auf- oder absteigenden Nummern in keinster Weise orientieren kann (das wird uns später noch übel zu schaffen machen!).

 

Die Tuk Tuk Fahrer, die uns gleich beim Ausstieg erwarten, sind mehr als anhänglich und unser Hotel, welches wir Gott sei Dank schon von Saigon aus gebucht haben, liegt „nur” 2 Straßen entfernt. Also machen wir uns zu Fuß durch das Straßengewirr und den Müll auf… Das Hostel erreichen wir auch nach einiger Zeit und freuen uns wie die Schneekönige, dass wir den Dreck des langen Tages bei einer eiskalten Dusche endlich von uns waschen können.

 

23.02. Montag

Bei den Buchungen unserer Hostels achten wir eigentlich immer darauf, dass wir WIFI inklusive haben - hiervon müssen wir uns aber leider im Sunday Guesthouse verabschieden. Maximal ist es uns möglich, die alten und vor allen Dingen langsamen PC’s des Hostels zu nutzen… Also beschließen wir uns diesen Tag Zeit zu nehmen, unsere Bilder und Berichte der letzten Tage offline vorzubereiten und Sightseeing auf den nächsten Tag zu verlegen.

 

Wir lernen an diesem Tag aber trotzdem, dass hier in Pnom Penh bzw. ganz Kambodscha der Riel keinen großen Wert hat und die Einheimischen viel lieber in US $ abrechnen (klar, denn die kleinste Einheit ist ja auch die 1 Dollar Note, so dass man immer schön einen Aufschlag abrechnen kann!). Geht man auf den Straßenmarkt, kann man mit Riel wirklich sehr günstig leben! Mit 10.000 Riel bekommen wir eine komplette und vor allen Dingen sehr gut schmeckende Mahlzeit mit ausreichend grünem, eisgekühltem Tee sowie Zuckerrohrsaft und frischen Früchten als Nachtisch, während wir im Hotel hierfür das 3- bis 4-fache gezahlt hätten.

 

Schuhe zieht man hier übrigens aus bevor man das Haus betritt (was uns extrem schwarze Dreckfüße beschert hat). Die Tuk Tuks sind hier Mofas mit Anhang für bis zu 6 Personen und die Benzintanks sind 5 Liter Wasserkanister aus Plastik, die vor der Haustüre (inklusive Überlauf) aufgefüllt werden - was das Wegwerfen von brennenden Zigaretten auf der Straße sehr gefährlich macht…

 

Jedes Hotel/Hostel hat einen eigenen Securitymenschen (sollte uns das zu denken geben?) sowie ein Notstromaggregat (wir haben seit gestern bereits 5 Stromausfälle gehabt!). Außerdem scheint die gesamte 15 köpfige Familie (3 Generationen) ebenfalls in dem Hostel zu wohnen und vor allen Dingen davon zu leben (kein Wunder bei den ganzen Dollarpreisen!). Wir fühlen uns jedenfalls die ganze Zeit, so als würden wir tatsächlich im Wohnzimmer der Hostelfamilie „wohnen”.

 

Aber alles in Allem fühlen wir uns hier wohl und sind ja zudem auch schon durch die Vietnamschule gegangen Slowboat Phnom Penh Kambodscha Grenze  Mit dem Slowboat nach Kambodscha

 

24.02. Dienstag

Heute aktualisieren wir noch schnell unseren Blog bevor wir uns zu Fuß in Richtung See aufmachen. Eigentlich wollen wir nur kurz eine Runde drehen, bevor wir dann am Sisowath Quay Richtung Königspalast und Museum laufen - aber jetzt macht uns Phnom Penh’s Straßenbenennung tatsächlich einen Strich durch die Rechnung! Wir finden erstmal gar nichts, glauben dann wir hätten die Orientierung wieder erlangt, werden dann aber eines Besseren belehrt…. Man darf einfach nicht logisch an die Sache heran gehen, die Nummerierungen sind nicht einfach auf- oder absteigend, sondern variieren wie Straßen und Häuser halt gerade gebaut wurden. Außerdem darf man auch nicht davon ausgehen, dass Straßen, die in unserer Karte eingezeichnet sind, auch tatsächlich heute noch so Bestand haben. Die meisten enden einfach in einer Sackgasse, da eine andere Straße, ein Haus oder Tempel gerade an dieser Stelle gebaut wurden. Andere heißen einfach anders in der Karte als auf dem Straßenschild (wenn es denn mal eines gibt). Wir verlieren irgendwann nach 4 Stunden Fußmarsch in der prallen Sonne und staubigen Hitze die Lust und nehmen uns ein Tuk Tuk. Aber nichts desto trotz haben wir ein paar sehr interessante Ecken von Phnom Penh gesehen, die sicherlich noch nicht viele Touristen gesehen haben! Ach ja … eines habe ich vergessen! Den See haben wir in den ganzen 4 Stunden nicht einmal auch nur aus der Entfernung gesehen, obwohl wir eigentlich laut Karte schon ganz nah dran gewesen sein mussten (wahrscheinlich war er einfach nur ausgetrocknet).

 

Der Königspalast, das Tuol Sleng Museum sowie der Fluss Tonlé Sap bescheren uns noch ein paar schöne Bilder (sogar gepaart mit herumlaufenden Mönchen). Auch eine Bank finden wir bei der wir noch ein paar Riel und US Dollars tauschen Und so lassen wir den Abend mit einem Maiskolben, Bier und Fruitshakes gemütlich am Tonlé Sap ausklingen.

  • Slowboat Phnom Penh Kambodscha Grenze  Mit dem Slowboat nach Kambodscha

Thema: Unterwegs | Kommentare (4) | Autor: Martina