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Feuerberg - Merapi

Montag, 13. April 2009 13:00

Von unserem für den Tag gemieteten Guide haben wir uns (Kathrin und Daniel aus Süddeutschland) in Kali Aden aussetzen lassen, um auf eigene Faust ein Stück des Gunung Merapis zu erklimmen und um uns einen Eindruck vom aktivsten Vulkan des Landes dem „Feuerberg”zu machen. Die Wolken, die die Spitze des Berges eingehüllt haben, sind nach einigem Warten an unserem höchsten Punkt sogar ein bisschen gewichen, so dass wir ein paar Bilder einfangen konnten. Aber alleine schon das Farbspiel während der Wanderung war eine Augenweide für sich: das schönste Grün auf anthrazitfarbenen Lavaboden mit einem tollen Bergpanorama…

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Borobodur

Montag, 13. April 2009 12:53

Gemeinsam mit Angkor Wat zählt die Tempelanlage des Borobodur (42km nordwestlich von Yogya gelegen) zu den bedeutendsten Monumenten Südostasiens und erinnert an die Blütezeit des Buddhismus auf Java. Gerade bei Sonnenaufgang bietet der Tempel einen mystischen Anblick, wenn noch die Nebel über dem Dschungel und den Bergen in der Ferne hängen. Den aktiven Vulkan Merapi haben wir leider nicht mehr ganz mit seiner rauchenden Spitze erblicken können, da er sich schon in die Wolken zurück gezogen hat.

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Yogyakarta - Kraton

Montag, 13. April 2009 12:45

Der Kraton (zeitweise lebt der Sultan hier noch immer) wird als das kulturelle und politische Zentrum angesehen. Es handelt sich um eine Art Stadt in der Stadt in der rund 25.000 Menschen leben. Wir durften einen Blick auf das Wohnhaus, die prächtige Empfangshalle, das eigene Gamelan sowie das Museum werfen. Interessant zwar, doch für meinen Geschmack auch ziemlich kitschig Kraton Java Indonesien  Yogyakarta   Kraton Kleiner Tip: beim Besuch des Palastes nicht das Haupthaus (3.000 Rupien), sondern den Hinterhof (12.500 Rupien inkl. Führung) ansteuern, denn in diesem gibt es einiges mehr zu sehen. Wie zum Beispiel kostenfreie Tanzaufführungen, Schattenspiele und Gamelanmusik.

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Yogyakarta

Montag, 13. April 2009 12:33

Yogyakarta mit seinen 700.000 Einwohnern rühmt sich eines reichen künstlerischen und kulturellen Erbes. Das Erdbeben richtete 2006 einige Schäden an, was leider ganz stark beim Besuch des Tempels Prambanan ersichtlich war. Yogya wie es in der Kurzform auch genannt wird bietet eine bunte Mischung aus gamelan und macet, gute Einkaufsmöglichkeiten für Batik und der Kraton, der Palast des Sultans bildet das Zentrum des traditionellen Lebens.

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Indonesien (West-Java) - Erste Eindrücke

Freitag, 3. April 2009 13:13

„I shot the tourist, but i did not shoot the traveller”. Dieser leicht veränderte Refrain eines Bob Marley covers, das wir in einem „Restoran” hörten, beschreibt sehr prägnant, wie Indonesien jenseits der Großstädte bereist werden sollte.

Koloniales Auftreten, laut, stets im Recht, durch westliche Vormachtstellung geschwängertes übertriebenes Selbstbewusstsein, das, wenn wir mal fünf Minuten darüber nachdenken i.d.R. nicht die Bohne mit unserer persönlicher Eigenleistung zu tun hat, sondern lediglich auf dem reinen Zufall beruht, dass wir zur „richtigen” Zeit auf der „richtigen” Seite des Globus geboren wurden, ist hier absolut fehl am Platz.
Genauso fehl platziert ist das Gegenteil: Angst. Angst vor dem Essen, Angst vor der Kultur und Religion (Islam). Quasi Angst vor allem außer Seinesgleichen, deswegen Zuflucht suchend in für Einheimische verbotenen Zonen, hermetisch abgeriegelten Touristenzentren, lediglich das eigene gewohnte Klima, die Flora und Fauna, ersetzt durch das unglaublich vielfältige Äquivalent Javas…
Indonesien bereist man also am besten als Traveller, als Reisender. Offen, interessiert, respektvoll und am besten nicht mit den eigens und nur für Touristen etablierte und bezahlbare Verkehrsmittel und Wege.
Innerhalb kürzester Zeit findet man so Zugang zur warmen, herzlichen, hilfsbereiten und ausgesprochen gastfreundlichen Seele des Landes, seiner Bewohner und seiner Natur.

Natürlich wird getuschelt und gelacht, über die seltsamen Menschen mit den hellen Augen, die auf einmal in einem kleinen Bus sitzen, den Touristen i.d.R. nicht nutzen, wahrscheinlich nicht mal von seiner Existenz wissen. Aber niemals aggresiv, sondern stets interessiert und erfreut. Es gab bisher keine zwischenmenschliche Situation die wir als kritisch bewerten würden. Im Gegenteil, trotz einer unüberwindbaren Sprachbarriere waren die Menschen stets erfreut Traveller aus einem fernen Land zu sehen, anzufassen, ihnen ihre Kinder in die Hand zu drücken! Noch größer war die Freude und der Stolz, wenn man anfing sich mit Händen und Füßen mit ihnen zu unterhalten, ihnen Fragen zu stellen, über sie selbst, über ihr Dorf, über ihre Gepflogenheiten und sich anschickte einige Wörter ihrer Sprache zu lernen und ihr Essen mit großem Genuss verspeist…

Wenn das hier so weiter geht, ist dieses Land zumindest mein neuer Favorit für einen weiteren längeren Aufenthalt. Mal sehen wie die Wahlen hier nächste Woche ausgehen… friedlich so hoffe ich.

 P.S.: Internet ist hier schweineteuer! Zwei Stunden kosten so viel wie ‘ne Übernachtung in einem Hostel. Dem entsprechend bitte ich zu entschuldigen wenn’s hier mal wieder länger dauert.

  • Java Indonesien  Indonesien (West Java)   Erste Eindrücke

Thema: Alltag, Unterwegs | Kommentare (2) | Autor: Ahmed