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Verfall gehört hier zum Programm

Dienstag, 21. Juli 2009 23:23

  • Habana Cuba  Verfall gehört hier zum Programm

Thema: Motiv Serien | Kommentare (0) | Autor: Ahmed

Habana Vieja

Dienstag, 21. Juli 2009 23:11

  • Habana Cuba  Habana Vieja

Thema: Motiv Serien | Kommentare (0) | Autor: Ahmed

Der Stand der Dinge

Mittwoch, 15. Juli 2009 18:59

Nach einem weiterem Monstertrip: USA (Kauai → Ohahu → Phoenix) → Mexico (Hermosilo → Cancun) → Cuba (Habana). Haben wir recht schnell eine Unterkunft mitten in der Action Old Habanas (San Rafael, 1.5 km vom Capitolio entfernt), gefunden. Eine der so genannten Casa Particulares, das sind Unterkünfte die hiesige Familien in ihren eigenen vier Wänden mit staatlicher Genehmigung an Fremde vermieten. Die staatliche Auflage ist, das es nicht mehr als zwei Zimmer sein dürfen die vermietet werden. Dafür muss die Familie jeden Monat eine Lizenzgebühr von 300 CUC an den Staat abgeben. Wir zahlen 25CUC pro Nacht für das Zimmer mit Bad und Frühstück. Man kann leicht errechnen ab wann sich dieses Unternehmen erst amortisiert. Es ist jedoch nicht so, dass die Casa Particulares jederzeit voll gebucht sind - im Gegenteil. Der Blick auf die Liste unserer Gastfamilie sah Recht lückenhaft aus.

CUC oder Peso Convertible ist die alternative harte Währung Cubas, für die man hier quasi alles bekommt. Ein CUC ist in etwa 1US$ bzw. etwa 24 Pesos der Nationalen Währung wert. Der nationale Peso ist im großen und ganzen den Einheimischen vorbehalten. Möchte man etwas kaufen, so wird man sobald man als Tourist identifiziert ist um CUC gebeten. Der Wunsch nach CUC ist verständlich, da das durchschnittliche Monatseinkommen hier etwa 300 kubanische Pesos also etwa 12 CUC beträgt. Jeder CUC den man hier einem Touristen abknöpfen kann steigert das Einkommen zum einen enorm und eröffnet zum anderen natürlich auch die Türen zu den gut sortierten Läden jeglicher Couleur die bevorzugt oder gar nur CUC akzeptieren. Ein bisschen wie in der ehemaligen DDR mit der DM und dem sonstigen dort genutzten „Spielgeld”.
Nach dem wir die ersten Tage ein wenig durch die Gegend Habanas getingelt sind und uns diese faszinierende Stadt angeschaut haben, den letzten real existierenden kommunistischen Staat der westlichen Hemisphäre (schon sehr reizvoll, zu Zeiten einer akuten internationalen ökonomischen Krise) beschnuppert haben, haben wir kurzerhand beschlossen die nächsten Wochen bis Ende des Monats ebenfalls hier zu bleiben - in Habana. Warum? Um spanisch zu lernen! Ja, hier und vor allem fast im ganzen Rest Süd-Amerikas (in dem wir noch gute 5 Monate unterwegs sein werden) ist schlicht und ergreifend spanisch angesagt. Gerade wenn man jenseits der Resort Anlagen unterwegs ist, was speziell für Cuba, aber auch generell bedeutet, das Land und vor allem die Leute „wirklich” kennen zu lernen, ist die Landessprache nun mal der Zugangsschlüssel schlechthin. Außerdem ist selbstverständlich jede zusätzliche Sprache die man auch nur im Ansatz beherrscht sehr wohlgefällig in einem, einer Bewerbung beigefügtem, Lebenslauf Cuba  Der Stand der Dinge
Was heißt das für die kommenden Wochen? Nun, das mit dem Internet ist in Cuba ein wirkliches Problem, sogar in einer Stadt wie Habana in der es eigentlich alles gibt. Nicht nur das Internetstationen rar sind, sie sind auch unheimlich teuer - geradezu ein dekadentes Privileg. Diese paar Zeilen, das Hochladen der letzten Motiv Serien und das prüfen unserer E-Mails werden uns etwa 28 CUC kosten. Das pflegen der Nachrichten und ein paar Fotos haben somit den Gegenwert einer Übernachtung mit Frühstück, oder zwei Monatsgehälter eines Cubaneros. Miese Sache - oder?
Wir hoffen der werte Leser bzw. die Leserin, hat diesbezüglich Verständnis und ein wenig Geduld. Wir werden alles zu Cuba ergänzen, wenn wir die entsprechende Verbindung zu akzeptablen Preisen vorfinden. Trotz allem ist es hier bisher echt klasse, jeder Tag ein kleines bisschen Abenteuer. Bis dahin, Hasta luego!
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Thema: Alltag, Perspektiven, Unterwegs | Kommentare (0) | Autor: Ahmed