Seitenarchiv

Cahuita by Night

Dienstag, 29. September 2009 17:00

Auch wenn die Kamera noch so gut ist – bei Nacht ist es einfach sehr schwierig einige Tiere (vor allen Dingen, wenn sie sich flink bewegen) gut zu erwischen. So versuchen wir nach wie vor unseren Hausaffen und den Waschbär abzulichten aber genauso wie bei dem Sternenhimmel hier, ist uns das bislang noch nicht gelungen…

  • Costa Rica Cahuita  Cahuita by Night

Thema: Motiv Serien | Kommentare (2) | Autor: Martina

Karibischer Flair in Costa Rica - Cahuita

Montag, 28. September 2009 23:16

Gerade mal 4 Tage auf der pazifischen Seite in Costa Rica, haben wir uns dazu entschieden, gänzlich ohne Zwischenstopp (nicht mal in der fränkischen Kommune Costa Rica Cahuita  Karibischer Flair in Costa Rica   Cahuita auf die karibische Seite zu wechseln. Das Ziel: Cahuita. Laut Reiseführer ein kleiner Ort direkt am Meer mit nicht einmal 1.000 Einwohnern, einem palmengesäumten Black und Whitesandbeach, dem National Park direkt vor der Haustüre und dem Pura Vida Lifestyle.

Die Fahrt mit den „Öffentlichen“ war mal wieder eine längere Angelegenheit obwohl, die Strecke eigentlich gar nicht so weit ist… Mit dem Bus gelangt man von Playa Coco in einer Stunde nach Liberia von dort aus mit dem nächsten Bus in nur 5 Stunden nach San Jose und von dort aus eigentlich in nur 4 Stunden direkt nach Cahuita. Da wir aber leider mit den Anschlussverbindungen nicht all zu viel Glück hatten, haben wir es von San Jose mit dem Bus nur bis Puerto Limon geschafft. Da diese größere Stadt eigentlich nur mit dem Verschiffen von Bananen beschäftigt ist, aus nichts anderem als Hafen, Containern, Bananen (Dole, Chicita, Del Monte lassen grüßen) besteht und zudem auch nicht ganz ungefährlich sein soll, wollten wir dort einfach nur übernachten um gleich den ersten Bus am kommenden Morgen nach Cahuita zu erwischen.

Doch erstens kommt es anders und zweitens als man denkt! Auch in Limon sind die Taxifahrer mehr als geschäftstüchtig und fanden wir uns recht schnell, gerade mal aus dem Bus ausgestiegen in einem Taxi auf dem Weg nach Cahuita wieder. Die Fahrt sollte laut Chici (unserem Taxifahrer) nur 31 Minuten dauern und auf dem Weg hat er uns in spanischer Sprache (aber bestens verständlich für uns) mit jeglichen Informationen über Limon, Cahuita, sein bisheriges  sowie das Leben im Allgemeinen versorgt. Eine sehr kurzweilige und lustige Fahrt, wenn man außer Acht lässt, dass das Taxi (welches das erste Mal nur beim Türe schließen beinahe auseinander gefallen wäre und das zweite Mal beim Kofferraum beladen, die komplette Rückbank aus den Angeln gehoben hat) mit dem Doppelten der zugelassenen Geschwindigkeit (welche  mehr als gerechtfertigt ist, wenn man den Zustand der Straßen sieht!) geflogen ist. ABER wir haben es in Bestzeit (28,5 Minuten) geschafft lebend in Cahuita anzukommen, haben dort eine Dorfführung erhalten, alle wichtigen Leute noch aus dem Taxi heraus vorgestellt bekommen und uns in den sehr gechillten „Cabinas Palmers“ eingemietet (claro qué si - ebenfalls auf Empfehlung von Chici).

Obwohl es bei unserer Ankunft bereits kurz vor Mitternacht war, viel es uns nicht schwer zu merken, dass das kleine Dorf eine besondere Anziehungskraft besitzt. Das im Reiseführer Prophezeite ist absolut korrekt und der Mix der Einwohner aller Hautfarben und Länder machen den Ort ganz besonders und vor allen Dingen echt karibisch. Nicht dass das Meer die umwerfende karibische Farbe aus Mexiko besitzen würde (die Farbe ist ebenfalls schön aber anders) oder es hier absolute Luxusresorts geben würde – nein, genau das ist es gerade nicht! Cahuita ist einfach ein kleines Dorf mit offenen, gut gelaunten und freundlichen Menschen (die einen spätestens nach 2 Tagen kennen, grüßen und kurz zu einem Plausch anhalten) und es ist ursprünglich! Die einzige geteerte Straße ist die Hauptstraße, ansonsten gibt es nur holprige Lehmwege, die Cabinas sind einfach aber funktional (Hamacas sind Standard), Palmen hat es überall, die vielfältigsten Früchte pflückt man von den umstehenden Bäumen und die Vielfalt an Tieren, die einem fast in die Cabina folgen ist faszinierend. Liegt man einfach nur schaukelnd in seiner Hamaca bekommt man Waschbären, Affen, Kolibries, Papageien, Spechte, Geckos, Echsen aller Art und Größe (um nur eine kleine Auswahl zu nennen) zu Gesicht. Zu diesem Zeitpunkt sind wir übrigens noch nicht im National Park gewesen – mal sehen, was uns hier noch so erwartet…
„Tranquillo“ trifft hier lediglich auf die Lebensweise – nicht jedoch auf die Geräuschkulisse zu! Zu den permanenten und für uns Deutsche echt ungewöhnlichen Geräuschen gehört das löwenähnliche Geschrei der Brüllaffen, exotisch singende Vögel, hämmernde Campineros (Spechte), zirpende Geckos, wiehernde Pferde, krähende Hähne, die Brandung des Meeres und nicht zu  vergessen die musikalischen Klänge, die ein Gemisch aus Reggae und Salsa darstellen. Direkt am „Parque Central“ (ja den gibt es selbst in einem Dorf dieser Größe!) befinden sich das „Coco“(Meetingpoint, Bar, Restaurant und Disco in Einem), ein Supermarkt und ein Gemüseladen (wobei man das Gemüse besser direkt vom Fahrrad kauft (hier kostet es lediglich ein Drittel und ist mehr als frisch und noch dazu organic).

Alles in allem ein Ort, der uns auf Anhieb zum Verweilen eingeladen hat!

  • Costa Rica Cahuita  Karibischer Flair in Costa Rica   Cahuita

Thema: Motiv Serien, Unterwegs | Kommentare (1) | Autor: Martina