Weltreise, Blog, Reiseberichte, Reisefotos, Berichte, Fotos, Ahmed el Husseini, Martina Pickhardt, Ansichtssachen, Ansichtssachen Blog

Das wäre Ihr Preis gewesen - das bolivianische Amazonasbecken

Mittwoch, 24. Februar 2010 7:00

Aber da haben wir uns wohl zu früh gefreut. Gleich bei unserer Ankunft in La Paz haben wir nach einigem Überlegen einen 1-wöchigen Trip in das bolivianische Amazonasbecken gebucht, um den dortigen Primär-Dschungel sowie die Pampa mit Ihrer aussergewöhnlichen Tierwelt beobachten zu können. Da wir uns noch immer nicht mit dem langen, andenüberquerenden Busfahren anfreunden können, haben wir entschieden die Strecke mit dem Flieger zurück zu legen.

Genau genommen mit einer kleinen Fairchild. Da der Flughafen in Rurrenambaque im Dschungel allerdings nur über eine ungeteerte Landebahn verfügt, sind die Flüge stark von den aktuellen Wetterverhältnissen abhängig. Und genau das wurde uns 2 Tage lang zum Verhängnis – die Regenzeit!

Am ersten Tag befanden wir uns nach einiger Wartezeit in der kleinen Propellermaschine auf dem Weg zur Startbahn… bis der Pilot plötzlich wieder in seine Parkbucht zurück gewunken wurde und uns mitteilte, dass eine Landung wegen heftiger Regenfälle am Zielort nicht möglich wäre. Wir sollten bitte wieder im Wartebereich des Flughafens Platz nehmen, man würde uns informieren, wenn es weiter gehe. Gesagt getan, dort haben wir nach weiteren Stunden Warten erfahren, dass alle Flüge für den heutigen Tag gecancelt wurden. Dies hieß für uns unsere Flüge umbuchen und unser Gepäck wieder abholen. Bei unserem Anruf am Flughafen am nächsten Morgen erfuhren wir, dass der Flug um eine Stunde verschoben wurde aber wohl gehen würde. Dies hieß also wieder mit dem Gepäck in den Bus und an den Flughafen. Dort angekommen war der Flug bereits auf 2 weitere Stunden nach hinten verschoben worden bis wir dann schließlich erfuhren, dass wieder alle Flüge für den Tag gecancelt wurden.

Wir haben daraufhin entschieden nicht 2 Wochen lang auf einen Flug zu hoffen, sondern das Amazonasbecken in der Regenzeit ganz von unserer Reiseliste zu streichen. Hierbei waren wir echt überrascht, dass die Fluggesellschaft Amazonas uns keinerlei Probleme bei der Rückerstattung unserer Kosten für die Flugtickets gemacht hat. Hut ab, nicht mal eine Bearbeitungsgebühr wurde uns berechnet und innerhalb von 20 Minuten war die Sache gegessen.

Zurück im Hostel haben wir dann allerdings erfahren, dass auch unsere organisierte Alternativtour in die Salzwüste Salar Uyuni nicht funktionieren würde, weil der Bus die komplette, kommende Woche wetterbedingt nicht fahren würde…. Und es kommt noch besser: wegen Karneval ist hier sowieso eine Woche lang alles rund um’s Reisen geschlossen!

Jetzt sitzen wir also hier in La Paz seit über einer Woche fest und kommen wegen dem Karneval und dem Regen in den umliegenden Gebieten einfach nicht weg. Nach Aschermittwoch werden wir einfach auf eigene Faust versuchen uns mit dem Zug den Weg über Oruro nach Uyuni zu bahnen.
Echt blöde, wir wussten ja das Regenzeit ist, aber das das solche Auswirkungen haben wird dachten wir nicht.

  • Bolivien  Das wäre Ihr Preis gewesen   das bolivianische Amazonasbecken

Thema: Motiv Serien | Kommentare (1) | Autor: Martina

Buntes Markttreiben in La Paz

Dienstag, 23. Februar 2010 7:00

Läuft man entlang der Märkte von La Paz, merkt man gar nicht wirklich, dass man Peru eigentlich schon verlassen hat und sich bereits in Bolivien befindet. Sowohl die Handwerkskunst, die Waren des täglichen Gebrauchs als auch die Kleidung der Einheimischen ähneln sich hier sehr. Alles ist wunderbar bunt und eine Augenweide zum Fotografieren. Anstrengend hier zu laufen ist es allerdings schon, denn die Marktstrassen führen den Berg steil rauf und runter – aber dafür wird man wiederum mit traumhaften Ausblicken auf die Stadt belohnt.
Ganz interessant ist in La Paz übrigens der “Hexenmarkt”. Ein esoterischer Markt, auf dem Medizinfrauen und -männer ihre Kräuter, Talismänner, u.a. allerdings auch getrockenete Babylamas verkaufen – halt alles was Pacha Mama (Mutter Erde) so an Hilfreichem zu bieten hat…

  • La Paz Bolivien  Buntes Markttreiben in La Paz

Thema: Motiv Serien | Kommentare (1) | Autor: Martina

La Paz

Montag, 22. Februar 2010 7:00

Wenn man einen Rundgang durch das Stadtzentrum startet, dann wird man aus einem Mix von schönen, restaurierten, alten Gebäuden und Plazas, steilen Gassen, schönen Ausblicken, jeder Menge Verkehr und schwarzen Abgaswolken willkommen geheißen.

Nach näherem Hinsehen findet man die prunkvollen, restaurierten Gebäude na klar dort, wo Regierung oder Banken Ihren Sitz haben und die Vielzahl der “anderen” Gebäude (die dringend eine Renovierung nötig hätten) sonst überall. Genauso verhält es sich auch mit den Menschen. Zum Einen hat es die Businessleute, die in Anzügen und Kostümchen geschäftig die Strassen entlang eilen und mittendrin die Indigenas in Ihrer traditionellen, bunten Kleidung, die der “anderen Seite” Ihr selbst gemachtes in kleinen Ständen am Straßenrand anbieten.

Was einem hier zu schaffen macht ist die Höhe in Kombination mit den heftigen Abgasen. Versucht man sich nach einem Besuch der im Valley gelegenen Plätze wieder zu seinem Hostel den Berg hoch zu kämpfen, verschwindet man zwischendurch regelrecht in den schwarzen Abgaswolken der vorbei fahrenden, vollbesetzten Busse, die sich ebenfalls unter ständigem Hupen, den Weg den Berg hinauf bahnen. Hat man diese Abgasattacken “überlebt”, muß man nur noch gegen den dichten, chaotischen Verkehr kämpfen, was manchmal gar nicht so einfach ist und den auch die zahlreich eingesetzte Verkehrspolizei irgendwie nicht wirklich in den Griff zu bekommen vermag.

Möchte man hier nationale Köstlichkeiten probieren gibt es Empeñadas (gefüllte Teigtaschen mit Hühnchen oder Rind) oder noch viel besser Salteñas (gefüllte Teigtaschen mit Fleisch, Gemüse, Kartoffeln und ganz viel triefendem Saft) oder soweit das Auge reicht Pollo Broaster (gebratenes Hähnchen). Wir haben es uns zur Gewohnheit gemacht Salteñas mit Jugo de Platano con Leche zu kombinieren und könnten dies echt mehrmals am Tag essen. Manchmal gibt es noch ein Eis (Leche condensado, Mora, Granizado oder Piña Colada Geschmack) mit Sahne (zumindest Sahne ähnlich) dazu. Mal sehen, wann wir uns daran satt gegessen haben La Paz Bolivien  La Paz

  • La Paz Bolivien  La Paz

Thema: Motiv Serien | Kommentare (0) | Autor: Martina

Endlich Bolivien

Samstag, 20. Februar 2010 7:00

Nachdem wir über einen Monat mal mehr, mal weniger freiwillig in Peru verbracht haben – ist uns endlich der Sprung über die Landesgrenze nach Bolivien gelungen. Genauer genommen nach La Paz, das auf 3.660 Metern die weltweit höchstgelegenste Hauptstadt ist. Malerisch ist sie in einem Cañon zwischen zwei Bergketten eingebettet und an wolkenlosen und sonnigen Tagen hat man einen tollen Blick auf den schneebedeckten Mt Illamani mit seinen 6.402 Metern. Wir haben den Park Laikakota besucht, um von seinem Mirador aus auf die Stadt herabsehen zu können. Der Weg zum Aussichtsspunkt führt über eine geschätzte 2km lange Brücke quer durch die Stadt, die einem bereits schöne Vistas beschert. Etwas überrascht ist man, wenn einem auf einmal Stadiongeräusche wahrnimmt, aber tatsächlich befindet sich dieses mitten in der Stadt und man kann den Zuschauern beim Fiebern zugucken.

  • La Paz Bolivien  Endlich Bolivien

Thema: Motiv Serien | Kommentare (1) | Autor: Martina

Fiesta Virgen de la Candelaría und Feuerwerk in Puno

Freitag, 19. Februar 2010 7:00

Puno Peru  Fiesta Virgen de la Candelaría und Feuerwerk in Puno

Zu der Fiesta “Virgen de la Candelaría” in Puno reisen Peruaner aus dem ganzen Land an, um dem mehrtägigen Ereignis - das man mit Carneval vergleichen kann - beiwohnen zu dürfen. Zahlreiche Gruppen ziehen verkleidet, tanzend und begleitet von lautstarken Tubas und Pauken, durch die ganze Stadt.

Verabredet haben wir uns für den Abend mit Diego und Adriana aus Lima, die wir auf unserer Titikaka Tour kennen gelernt haben. Der Abend war mit ausreichend Cerveza, einer Flasche Pisco und Mäxchen (auf spanisch) sehr lustig und hat uns einige private Straßentänze beschert Puno Peru  Fiesta Virgen de la Candelaría und Feuerwerk in Puno

Das Feuerwerk, das früh am Abend stattgefunden hat ist noch erwähnenswert. Die Basis für jegliche Art von Pyrotechnik war eine wacklige Bambuskonstruktion, bei der man nie sicher war wie lange sie den “Strapazen” standhalten würde. Einen wirklichen Sicherheitsabstand hierzu gab es nicht, so dass man ständig
von den herabfallenden Feuerwerksresten getroffen wurde. Aber das Feuerwerk ansich war, wenn man den Jubelrufen der Zuschauer Glauben schenken darf, ein wahrer Erfolg und verletzt wurde Gott sei Dank auch niemand…

  • Puno Peru  Fiesta Virgen de la Candelaría und Feuerwerk in Puno

Thema: Motiv Serien | Kommentare (2) | Autor: Martina