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Nein, nicht die Arktis. Der Salar de Uyuni!

Samstag, 27. Februar 2010 7:05

Was hier aussieht wie Schnee und Eis ist nichts geringeres als der größte getrocknete Salzsee der Erde. 12.000 km² Fläche, bis zu 30 Meter dicke Salzkruste, ca. 10.000.000.000 Tonnen Salz. Einst Meer, wurde diese Landschaft dadurch geschaffen, dass sich die ozeanische Nazca Platte vom Westen her tief unter die süd amerikanische Kontinental”-Platte schob. Resultat war, neben dem größten Faltengebierge der Erde namens “Anden”, das Altiplano, welches sich hier gute 3500m empor hob. Die hier bebilderte Region wurde so vom Meer getrennt und der prallen Sonne zum austrocknen überlassen. Etwa 40 “Inseln“ hat der “See”, auf denen man neben 1000 jährigen Kakteen auch zahlreiche versteinerte Korallen aus der (ur)Zeit findet, in der es hier noch Meereslebewesen hatte.
Das Salz wird hier und da (im Vergleich verschwindend geringe 25.000 Tonnen jährlich) abgebaut. Was weiter Unten aussieht wie Konfekt, sind Salz Ziegel mit denen hier z.B. unser Salzhotel gebaut wird.

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Skurrile Eisenhaufen im Nirgendwo

Samstag, 27. Februar 2010 7:00

Nur drei Kilometer von Uyuni entfernt liegen die stummen Zeugen Uyunis Vergangenheit, die Zeit bevor Touristen den Ort erschlossen. Auf dem Cemeterio de Trenes stehen ausrangierte französische und englische Züge, teils über 200 Jahre alt, einst genutzt, um in der Umgebung geschürfte Mineralien zu transportieren. Nun rosten die einst edlen Stahlrösser hier im Niemandsland als Kletterpark für Durchreisende traurig und ausgeschlachtet ihrer vollständigen Auflösung entgegen.

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Uyuni das Tor zur Salzwüste

Freitag, 26. Februar 2010 7:05

Wir sind an unserem Ziel in Uyuni anzukommen - auch ohne (oder gerade deswegen?) eine Tour von unserem Hostel in La Paz aus zu buchen. Hätten wir das gleich versucht, hätten wir Karneval vielleicht nicht komplett in La Paz verbracht. Naja…

Der Ort, der uns hier erwartet ist mehr als touristisch, denn jeder, der hier mit dem Bus oder dem Expresso del Sur ankommt, möchte den sagenumwobenen Salar de Uyuni besuchen. Für die Zwischenzeit gibt es zahlreiche Hostels und für das Vorhaben direkt ca. 80 verschiedene Touranbieter, die die Touristen in Jeeps zum Ort des Geschehens bringen. Am Abend vor der Tour kann man noch eine Pizza essen (denn es scheint in diesem Ort nichts anderes zu geben) bevor es dann morgens zwischen 10 – 11 Uhr in Jeepkarawanen in Richtung Wüste los geht.

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Mit Zug durch das bolivianische Altiplano

Freitag, 26. Februar 2010 7:00

Die Zugfahrt von Oruro nach Uyuni im Expresso del Sur ist hier in Boliven so etwas wie ein mini Orient Express und in der empfehlenswerten „Ejecutive Class“ stets ausgebucht. Dem entsprechend ist es ratsam einige Tage früher Tickets am Schalter zu besorgen. Es gibt sogar einen Restaurant-Waggon, der nach der Besucherfrequenz zu urteilen entweder Essen für lau oder Sterneköche zu bieten hat. Achtung, niemals Sitz 1 und 2 in der Ejecutive Class nehmen. Sie liegen genau vor der Tür zum Speisewagen, so das nicht dreißig Sekunden vergehen werden ohne das Menschen lautstark an einem vorbei krakelen und die Türen entweder klappernd offen lassen oder mit einem Scheppern zuschlagen. Es fällt somit schwer das zu tun, was man tun sollte: Zurück lehnen und die Fahrt genießen. Kaum zu glauben aber diese Ebenen so weit das Auge reicht liegen auf etwa 3700m Höhe. In der Regenzeit häufig unter Wasser, im Sommer trockene Pampa. Ein sensationelles Panorama!

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Oruro Startpunkt für den Expreso del Sur

Donnerstag, 25. Februar 2010 7:00

Ja ist es denn zu fassen? Heute stehen wir tatsächlich in La Paz am Busbahnhof und es sieht so aus, als würden die Busse wieder nach Oruro fahren…

Wir haben für 30 Bolivianos  (7US$) 2 Tickets in das 3 Stunden entfernte Oruro ergattert und sitzen pünktlich  um 10 Uhr im Bus, der uns um 10:30 Uhr von La Paz wegbringen soll… Um 10:50 Uhr allerdings teilt man uns mit, dass der Bus nicht fahren wird, da der Fahrer nach einer Nachtfahrt seine 4 stuendige Pause einhalten muss. Ich glaube man kann sich vorstellen wie schnell wir daraufhin die Flucht ergriffen haben! Auf noch einen schlafenden Busfahrer hatten wir absolut keine Lust mehr! Dass die anderen Passagiere sich auf’s Uebelste beschwert haben - ist uns echt ein Raetsel… Uns jedenfalls war das Ueberleben der Fahrt wichtiger, als den Fahrplan einzuhalten.

Für uns hiess das jedenfalls ein neues Ticket einer anderen Gesellschaft kaufen (jetzt war der  Preis schon doppelt so hoch), noch ein bisschen warten, uns davon überzeugen, dass der neue Busfahrer ausgeschlafen ist und nach einer entspannten Fahrt endlich in Oruro anzukommen.

Oruro ist ein nettes Städtchen, was zum Karneval normalerweise aus allen Nähten platzt. Wir haben uns quasi die “Nachwehen” dort angesehen…  Ansonsten gibt es einen riesigen Markt auf dem man sich Stunden um Stunden aufhalten kann. Dort Mittag zu essen ist ein echtes Erlebnis und ein echter Gaumenschmaus noch dazu. Aji de Cordero (Lamm mit Knoblauch), Falso Carnejo (falscher Hase) wie andere Gerichte kommen sie frisch von den umliegenden Metzgerständen. Die Beilagen (Salsa, Enselada, Fidelios,  Papas, usw.) werden mit der Hand aus den riesigen Kochtöpfen geholt. Das man bei der selben Marktdame (bzw. Hand der Dame) auch bezahlt, ist vielleicht nicht das hygienischste ABER das Essen ist trotzdem sehr vorzüglich! Danach gibt es noch einen frischen Jugo de Platano con leche, verbunden mit einem kleinen Plausch mit der Verkäuferin - echt entspannt…

Für den Nachmittag werden noch ein paar frische Nüsse, Pancitos, Tomaten und Käse (selbes Procedere wie beim Almuerzo)  gekauft, um dann noch im Park ein paar alten Bolivianerinnen in Tracht beim geniessen Ihrer neongrünen Gelatine mit Sahne und Ihren Männern beim Schlafen unter den Büschen zuzusehen…

Aber eigentlich sind wir hier, um den Zug nach Uyuni zu nehmen - das Tor in die Salzwueste – und das Ticket ist bereits gekauft…

 

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