Weltreise, Blog, Reiseberichte, Reisefotos, Berichte, Fotos

Sapa

Im Nordwesten Vitenams gelegen, ist aus dieser ehemaligen Bergstation, die 1922 von den Franzosen errichtet wurde, ein Touristenmagnet geworden. Vom nördlichen Hanoi bis zum zentralen Hue lassen sich diesbezüglich in nahezu jedem Hotel bzw. Tourismusagenturen mehrtägige geführte Touren buchen. Trotz allem hat sich „Sa Pa” bis dato den Charme eines ruhigen Bergdorfes bewahrt. Auch einheimische Vietnamesen aus der Umgebung finden gefallen an den dortigen Gegebenheiten. Im Schatten des Fansipan der, der mit 3143 Meter den höchsten Berg Vietnams im dortigen Hoang-Lin-Gebirge stellt, lässt es sich ganz ausgezeichnet Wandern. Reisterassen, Bambuswälder, Wasserfälle, Bäche und Flüsse bilden hierbei die typische Kulisse. Die klassischen Routen sind leicht zu schaffen. Der Fansipan selbst ist für geübte Wanderer in zwei Tagen zu meistern. Angst vor Schlangen und Spinnen sollte man jedoch nicht haben. Auf Pfaden der Ureinwohner, der Hmong, lassen sich bequem deren Behausungen rund um Sapa erreichen, in denen man häufig auch übernachten kann. Die Hmong, liebenswerte kleine Menschen mit typischen Trachten die sie tatsächlich auch jenseits des Tourismus tragen, begleiten einen dabei gerne in der Hoffnung etwas ihrer Handwerkskunst (Stoff und Schmuck, leider zu häufig „Made in China”) verkaufen zu können. Zwar kann es nach dem zwanzigsten mal erzählen woher man komme, wie alt man sei, ob man verheiratet ist, wie viele Kinder man hat und ob man denn nicht doch etwas kaufen möchte etwas nerven, aber böse kann kann man ihnen nicht sein, denn sie sind so winzig… und lachen quasi immer - das steckt an. Wer kaufen will kann das tun, zwar sind die Preise überteuert, aber „viel” Geld ist es für einen Europäer nicht. Des weiteren lassen sie sich gerne auf Handel ein, ja sie erwarten es sogar. Wer nicht kaufen will kann das ebenfalls, einfach sagen man habe kein Geld dabei, ggf. auch mehrfach wiederholen und schon schwindet das Interesse. Diese Art der Arbeit wird übrigens nur von Frauen und Kindern betreiben, die Männer der Hmong… haben offensichtlich besseres zu tun… irgendwas mit Happy Water. Vietnam Ureinwohner Trekking Sapa Hmong Fansipan  Sapa
Eine viel sagende Tatsache ist, das zwar jedes Dorf der Hmong eine (ansehnliche) Schule besitzt, die die vietnamesische Regierung dort mitsamt vietnamesischen Lehrkörper stellt, diese jedoch weitestgehend gemieden werden. Anscheinend gibt es diesbezüglich eine Angst vor vietnamesichen Einflüssen. Andere Einflüsse wie TV in jeder Hütte, Karaoke und Schlümpfe-Techno fielen jedoch auf äußerst fruchtbaren Boden. Da bedingt das eine wohl das andere.

  • Vietnam Ureinwohner Trekking Sapa Hmong Fansipan  Sapa

Autor: Ahmed
Datum: Freitag, 13. Februar 2009 4:44
Trackback: Trackback-URL Themengebiet: Motiv Serien

Feed zum Beitrag: RSS 2.0 Diesen Artikel kommentieren

2 Kommentare

  1. 1

    Hi Ahmed,

    wir sprachen ja noch kurz vor eurer Abreise über die wunderbaren Fotomotive in Vietnam. Und nun hast du sie schon eingefangen. (Neid)
    Ddie Bilder sind traumhaft, eure Berichte lese ich mit großem Genuss. Weiter so.

    Antworten

    Ahmed Reply:

    Hi Uli!
    Schön von dir zu lesen. Freut mich, dass du dich als Foto-Experte über den Blog freust. :-) Ich hoffe so weit ist bei Dir alles OK.
    Schönen Gruß an das Büro! Besonders sollst du Jutti von Martina drücken.

    Antworten

Kommentar abgeben