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Peru ist und bleibt einfach abenteuerlich – Notstand am Machu Picchu!

Während wir hier unsere Tour zum Machu Picchu planten, im ständigen Kontakt mit unseren vor-Ort „Korrespondenten“ Nicole und Phil (Hier geht’s zu ihrem Blog), kamen immer mehr Zweifel ob Machu Picchu zu diesem Zeitpunkt (Regenzeit) ein gute Idee sei.
Und ZACK, schon einen Tag später berichtet der Spiegel online: Tausende Urlauber sitzen am Machu Picchu fest „Die schwersten Regengüsse seit 15 Jahren haben für Überschwemmungen im Süden Perus gesorgt. Tausende Urlauber sitzen in der Nähe der Inkastadt Machu Picchu fest, Rettungshubschrauber sind im Einsatz - die Regierung rief für die Region den Notstand aus.“
Und tags drauf: Touristen müssen in Bahnwaggons übernachten „Stromausfälle, defekte Geldautomaten, Übernachtungen in Bahnwaggons: Nach den schweren Überschwemmungen müssen Peru-Touristen in Aguas Calientes weiterhin unter schwierigen Bedingungen ausharren. Auch Deutsche sitzen in der Nähe von Machu Picchu fest.“
Keine Ahnung warum der Spiegel „Übernachten in einem Bahnwaggon“ jetzt für eine sonderlich große Herausforderung hält, die eine Schlagzeile Wert ist. Einzige sinnvolle Erklärung: relativieren. Unsere deutsche Presse bringt leider bezüglich Peru (und so vielen anderen Ländern der Welt) stets nur emotional aufgebauschte Krisen, Katastrophen und Kriegs Meldungen aus x-ter Hand hervor. Was wir hier in den Medien sehen und von Menschen hören ist zwar auch sehr leidvoll, vor allem für die Einheimischen die ihre Häuser und alles Hab und Gut verloren haben, aber weitaus weniger katastrophal als es es sich im Spiegel liest. Vor allem und zu aller erst sind hier Touristen „gerettet“ worden, was bezüglich der offen ausgelebt zwei Klassen Menschen Einordnung noch ein Nachspiel haben dürfte. Vielfältige Hilfsmaßnahmen sind eingeleitet worden, keiner muss verhungern oder verdursten, schon gar nicht Touristen. Die Straßen, Schienen und Brücken sind unpassierbar oder weg gespült, aber die Luftbrücke steht. Sollte das Wetter nicht extrem stürmisch werden, wird alles gut. Ich denke für die meisten Touristen ist das bisher einfach nur ein großes Abenteuer das die Urlaubsplanung gehörig durcheinander bringt und darüber hinaus noch Einblicke in Standards des komfortlosen Backpackerurlaubs gewährt. Richtig gefährlich könnte es jedoch für die Leute werden, die trotz der gefährlichen Wetterlage vor einigen Tagen aufgebrochen sind, um auf den berühmten Inka Trail zu wandern. Zwei sind tragischerweise bei einem Erdrutsch ums Leben gekommen. Man vermutet, trotz offizieller Sperrung, weitere auf dem Trail. Von ihnen weiß man leider bisher nichts weiteres.

Nun, was heißt das für uns? Eigentlich nur, dass wir Machu Picchu nach hinten verschoben haben. Da der Wiederaufbau der arg zerstörten Infrastruktur wohl viel Zeit in Anspruch nehmen wird, werden wir in den nächsten zehn Tagen erst Zwischenstopp im Resreva Nacional de Paracas, den Islas Ballestas, den Ebenen von Nazca, der wunderschönen Stadt Areqipa, dem Cañon del Colca und natürlich beim Titikaka See einlegen. Da es bis dahin eher unwahrscheinlich ist, das wir schon in die Notstandsregion gelangen, werden wir ggf. zwei weitere Wochen Bolivien einlegen, bevor wir wieder nach Peru zurückkommen, um dann endlich Machu Picchu zu sehen und danach, Ende Februar, nach Chile weiter zu reisen.

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Autor: Ahmed
Datum: Freitag, 29. Januar 2010 7:05
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3 Kommentare

  1. 1

    Ach du meine güte…, aber das ist meistens so ( leider) dass armen Ländern von Natuerkatastrophen heimgesucht werden, aber dafür sind reichen Ländern da um hilfsgüter hin zuschicken!

    Ich stimme dir zu, Ahmed, was die D. Presse und im allegemin betr., wie du schon geschriebn hast.

    Ich wünsche Euch beiden einen ruhigeren und schöne Aufenthalt !! Passt bitte auf Euch auf.

    Ganz Lieb Grüsse
    Layla

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  2. 2

    Hi, ich möchte dir in erster Linie für deinen kritischen Bericht danken. Ich lebe in Cusco und hier wurden beileibe nicht nur Toruristen Opfer des Unwetters. Wirklich geschädigt sind die Einheimischen, die ihr zu Hause verloren haben. die werden allerdings in der internationalen Presse nicht erwähnt.

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    Hanni&Alex Reply:

    Hallo Marion,
    wir haben Martina & Ahmed vor ein paar tagen in Buenos Aires getroffen und sie hatten die Idee doch mal Dich anzuschreiben, da Du sicherlich am bestern die Situation vor Ort beschreiben kannst. Ich, Hanni, bin eine “alte” Arbeitskollegin von M & A und werde ab 22.03. in Peru sein, natürlich auch mit dem großen Ziel den Machu Picchu zu besuchen. Wir haben unter Machu Picchu News http://www.epochtimes.de/articles/2010/03/13/556036.html) ein offizielles Statement gefunden, das eine Wiedereröffnung am 29.03. ansagt. Hast Du davon etwas gehört? Wäre schön, wenn Du uns kurz mitteilen könntest, wie die Lage ist.
    Lieben Dank,
    Hanni & Alexander

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