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Back to School

Gute 3 Monate bereisen wir jetzt bereits Zentralamerika und verfolgen auf diesem Wege weiterhin unser Ziel Spanisch zu lernen. Wenn man bedenkt, dass wir nicht ein Wort gesprochen haben, als wir angekommen sind, kann man schon sagen, dass wir mittlerweile Einiges gelernt haben. Allerdings können wir mittlerweile auch einige Pro’s und Contra’s unserer Art und Weise des Lernens weitergeben…

Was uns eigentlich sehr gut gefallen hat war, dass wir die 3 Spanisch Schulen in Kuba, Guatemala und Costa Rica verbunden mit den insgesamt 5 Wochen Sprachunterricht sehr gut in unsere Reiseroute integrieren konnten. Mehrere Stunden Unterricht, das Erlernte während der weiteren Reise anwenden und nach einigen Wochen erneuter Besuch einer Schule, um weiter zu lernen, Fragen zu stellen, Fehler zu eliminieren, um dann das Erlernte wieder während der Weiterreise an zu wenden.

Der Nachteil ist allerdings, dass man es jedes Mal mit anderen Lehrern und anderen Unterrichtsschwerpunkten zu tun hat, außerdem das Qualitätsniveau der Schulen sehr unterschiedlich ist. So haben wir in Havanna zwar eine sehr motivierte Professora gehabt, man allerdings darf nicht vergessen, dass die Kubaner auch ein ganz eigenes Spanisch sprechen, was sich nur schwierig in den anderen Lateinamerikanischen Ländern umsetzen lässt (Ausdrücke, spezielle Vokabeln, Aussprache). Noch dazu natürlich hat unsere Professora nicht ein Wort englisch gesprochen, was Erklärungen (gerade in Sachen Grammatik) für absolute Anfänger nicht einfach macht. Antigua (Guatemala) ist zwar die Hochburg der Spanisch Schulen in Lateinamerika (gerade was das Preis/Leistungsverhältnis angeht) aber vielleicht auch gerade wegen der günstigen Preise und der Masse an Schulen (es gibt rund 80 Offizielle in der Stadt!) kann man auch mal Pech mit den Lehrern haben. Costa Rica ist zwar das Land mit den höchsten Lebenshaltungskosten und dementsprechend hohen Preisen für alle Güter und Dienstleistungen aber wir haben echtes Glück gehabt eine Schule in Cahuita zu finden, die mit Abstand die beste ist, die wir besucht haben!

Das große Plus an dieser Schule ist, dass der Direktor der Schule José die spanische Sprache liebt, er mit Leib und Seele Lehrer ist und ihm das Wichtigste ist, dass  seine Schüler, die die Schule am Ende verlassen auch tatsächlich etwas gelernt haben. Dadurch, dass wir so lange in Cahuita geblieben sind, hat er die Menge der Stunden pro Tag für uns sehr sinnvoll auf unseren gesamten Aufenthalt aufgeteilt (kein Unterricht nur nach striktem Stundenplan, sondern angepasst auf unsere Bedürfnisse und unser Lernniveau). Das gesamte und sehr umfangreiche Schulungs- und Lernmaterial wurde von ihm selbst erstellt und so hat er hat für jedes Level an Studenten sofort die richtigen Unterlagen parat. Jegliches Lernmaterial bekommt man übrigens am Ende des Kurses zur Verfügung gestellt und hat noch zudem die Möglichkeit auch im Nachhinein noch auf der Webseite der Schule Fragen zu stellen. Zudem verfügt die Schule über eine sehr umfangreiche und gute Bibliothek in der man sich weitere Unterlagen auch in landeseigener Sprache ausleihen kann (das ist gerade in Sachen Grammatik sehr hilfreich). Das Englisch, dass José spricht ist absolut auf seinen Unterricht abgestimmt und perfekt, um auch kleine Unterschiede in Sachen Grammatik deutlich zu machen.

Neben dem wie wir finden sehr professionellen Unterricht (sowohl inhaltlich als auch didaktisch) gibt es in dieser Schule noch ein paar weitere angenehme Eigenschaften. So sind wir täglich nach dem Unterricht zum Kochen eingeladen worden. José tut dies leidenschaftlich gerne und sehr gut und gibt dieses Wissen auch gerne an seine Schüler weiter. Mal abgesehen davon, dass wir fast alle Gerichte zu Hause schon erfolgreich nach gekocht haben und so auch unser Repertoir an landestypischen Geschmäckern erweitert haben ist ein weiterer sehr positiver Punkt, dass immer verschiedene Leute zum Essen kommen. So wird man mit Leichtigkeit in Cahuita integriert und bekommt neben dem „normalen“ Touristenaufenthalt doch noch ein paar weiter reichenden Informationen. Das man mit den ganzen Leuten auch nach dem Unterricht noch seine Spanisch Kenntnisse verbessern kann, brauchen wir glaube ich nicht zu erwähnen.

Der letzte Punkt, der uns sehr positiv angesprochen hat ist, dass der Erlös aus der Schule ausschließlich den einheimischen Schulen im Umkreis zu Gute kommt. Hier wird versucht auch Kindern, deren Eltern kein Schuldgeld zahlen können die Möglichkeit auf Bildung zu gewähren. Man übrigens die Möglichkeit auch in diesem Kreis Volunteerarbeit zu erledigen, um über das Schulgeld hinaus zu unterstützen. Sei es dass man hilft Klassenräume zu bauen, Dinge zu reparieren, streichen oder auch zu unterrichten, für jeden Geschmack ist etwas dabei.

Ganz egal was man sonst noch so wissen möchte, José hat immer ein offenes Ohr und hilft einem gerne bei jeglicher Art von Fragen weiter.

Wir können wirklich sagen, dass dies mit Abstand die beste Schule ist, die wir besucht haben!

  • Costa Rica Cahuita  Back to School
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Autor: Martina
Datum: Freitag, 23. Oktober 2009 22:42
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2 Kommentare

  1. Brigitte Pickhardt
    Sonntag, 25. Oktober 2009 14:23
    1

    hola tina,

    was sind das für touristen, die in einem 500 seelendorf urlaub machen, alles back packer oder………….? bitte um aufklärung

    passt gut, gut, gut auf euch auf!!!

    habe mir mal bei google maps cahuita angesehen und ich muss ehrlich sagen, wie du bereits erwähnt hast—wow cahuita, oho cahuita—

    hasta luego
    deine (tus ? ) mama’

    Antworten

    Martina Reply:

    Es ist ganz gemischt, was die Touristen angeht. Aber größtenteils Leute, die die etwas Ruhigere Art Urlaub zu machen bevorzugen. Backpacker sind viele dabei. Wow - Oho - da hast Du wirklich Recht!!!
    Hast Luego
    Tina (tu mamá - es correcto ;-)

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