Beiträge vom März, 2010

Valparaiso

יום שני, 8. במרץ 2010 7:00

Nur 2 Stunden von Santiago entfernt liegt die wunderschöne Stadt Valparaíso inmitten zahlreicher Hügel (Cerros), mit ihrem riesigen Hafen, bunten Kolonialhäuschen und jeder Menge Kunst.

Gelandet sind wir auf dem Cerro Conception (dem Künstlerhügel) in einer sehr schönen Unterkunft mit eigenem Balkon und Blick auf den Hafen. Bei angenehmen Temperaturen von rund 30°C am Tage ließ es sich hier sehr gut leben.

Allerdings sind wir hier noch von zwei Nachbeben überrascht worden. Einmal während dem Einkauf in der Apotheke und gleich nochmal Abends im Bett, was leichte Panik der Bevölkerung zur Folge hatte. Die Schäden in Valparaíso sind größeren Ausmaßes als in Santiago, da die die Gebäude um einiges älter und sehr viel einfacher gebaut sind. Läuft man die Straßen entlang findet man überall abgesperrte Bereiche von angeschlagenen und kaputten Gebäuden.

  • Valparaíso Chile  Valparaíso

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סנטיאגו דה צ 'ילה

יום ראשון, 7. במרץ 2010 7:00

Eigentlich hätte der Weg nach La Serena direkt Richtung Osten nach Argentinien gehen sollen aber wegen Ermangelung eines Grenzüberganges sind wir dann doch noch ein Stück weiter nach Süden (Santiago) gefahren. Hier haben wir die von Hanni und Alex empfohlene Unterkunft (http://www.lacasaroja.cl/) getestet und waren ganz angetan von dem alten und vor allen Dingen riesigen, kolonialen Gebäude und der guten Organisation des Hostels. Nachdem wir hier allerdings die ganzen Erdbebengeschichten der Hostelbewohner und auch die Risse in den Wänden gesehen haben, haben wir schon nach 2 Tagen den nächsten Bus nach Valparaíso genommen

  • Santiago Chile  Santiago de Chile

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לה סרנה - חופים רעידת אדמה und

יום שישי, 5. במרץ 2010 7:00

Eigentlich wollten wir nur etwas Strand, Sonne und Wärme aber irgendwie sind wir (oder bin ich?) dann doch eher Weichei. Wenn sich die Sonne in La Serena blicken läßt ist es angenehm warm, sobald einen jedoch der Schatten einholt, sollte man schnellstmöglich einen Pullover zur Hand haben. Dementsprechend haben wir das mit dem Baden lieber sein lassen und dafür unsere sehr schöne und geschmackvolle Unterkunft (von einem deutschen Ehepaar geführt www.hostalelpunto.cl/) genossen.

Auf der Sonnenterrasse ein bißchen Roger Moore schmökern, die leckere hausgemachte Quiche probieren, chilenischen Wein trinken und den Blog aktualisieren – so kann man seine Zeit gut verbringen. Was uns ganz deutlich vor Augen geführt hat, dass wir uns in Chile schon wieder ganz stark in westlichen Verhältnissen befinden, war der kurze Ausflug in die angrenzende Shopping Mall. Einen Unterschied z.B. zu unserem Main-Taunus-Zentrum gab es nicht – also schnell wieder raus

Im Yogasaal des Hostels (in der Nacht gab es kein anderes Zimmer) hat uns übrigens das Erdebeben am frühen Sonntag morgen überrascht. Da bei uns allerdings nur ein leichtes Wackeln zu spüren war, sind wir relativ schnell wieder eingeschlafen und haben erst am nächsten Morgen im Internet das Ausmaß der Katastrophe erfahren.

Einen netten Ausflug kann man mit gemieteten Fahrrädern am Strand entlang in’s nahgelegene Coquimbo unternehmen. Dort sind wir leider von der Marinepolizei aufgehalten worden, da die Verbindungsbrücke noch wegen der Tsunamigefahr gesperrt war (auf den Bildern hält Ahmed eine der zahlreichen, über Nacht angespülten, toten Quallen in der Hand). Alternativ haben wir uns in einem der Fischrestaurants am Meer mit einer gigantischen Auswahl frischester Meeresfrüchten belohnt (den Rest gab’s mit nach Hause).

Der Strand vor La Serena und Coquimbo ist ganz nett, wenn man allerdings etwas Verlassenes ohne  große Hotelanlagen sucht, dann ist man hier an der falschen StelleAuf den Fotos haben wir es versucht zu verstecken – ich denke das ist auch ganz gut gelungen La Serena Chile  La Serena   Terremoto und Playas

  • La Serena Chile  La Serena   Terremoto und Playas

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מי הפך את השעון? האם זה באמת כל כך מאוחר?

יום חמישי, 4. במרץ 2010 7:00

Jetzt sind wir tatsächlich schon über ein Jahr unterwegs. Eigentlich war der Plan schon längst wieder in Deutschland zu sein, fleißig Bewerbungen schreiben und gestärkt durch einen langen Urlaub für Körper und Geist, einen Wiedereinstieg in einen verbesserten, hochwertigeren Alltag zu vollziehen.

Haben wir das wirklich so geplant? מדוע? Was erwartet uns denn schon großes außer einer an einem Stab gebundene Möhre die uns vor den Karren gespannte Esel aufgebunden wird, die, egal wie schnell wir auch galoppieren stets im gleichen unerreichbaren Abstand lecker saftig vor unserem Maule baumeln wird?
Geld, ein künstliches und offensichtlich mittlerweile komplett entfesseltes Machtinstrument in privater Hand, ohne Rückkopplung an natürliche Ressourcen oder Wirtschaft, ohne Verfallsdatum und der Möglichkeit unendlich angehäuft zu werden. Ein wenig greifbares Papier und Münzen für das Volk aber zum Großteil nur virtuelle Bits und Bytes in den Kommunikationsnetzen der Banken. Trotzdem, in unseren Köpfen ist es als realer Wert zementiert. Wir wollen es, wir wollen viel, immer mehr davon. Augenscheinlich ermöglicht es jedem ein geordnetes Leben. Tatsächlich ist es die einzige Möglichkeit, um den global komplett aus jedem Verhältnis und Gleichgewicht geraten Besitzstand einiger weniger zu bewahren und über die Grenzen des natürlichen Ressourcen-Wachstums und -Verfalls hinaus mehren zu können. Als gäbe es unendliche Ressourcen, als würden wir ewig leben. Als gäbe es im Sarg ein Portemonnaie. Als könnte man Geld im Zweifelsfall tatsächlich essen.
Diese unsäglichen Illusionen und die daraus resultierenden global asozialen und Nachfolgegeneration aller Menschen missachtenden Verhaltensweisen der westlichen Zivilisation wurden uns vor allem in den armen Ländern zig-fach vor Augen gehalten. Zum einen durch die sichtbare Ausnutzung und Zerstörung der dortigen natürlichen Ressourcen inkl. Menschen. Zu Gunsten einiger weit weg sitzender, bei Lichte betrachtet in einer isolierten Traumwelt lebender Profiteure. Aber vor allem war es dadurch auffällig, dass solche „unendliches Wachstum“ Ansätze unter den ursprünglichen, quasi „Geld und Bank freien“ Völkern fehlten. Der Maßstab für menschliches Glück ist höchst individuell, wir sind uns jedoch sicher, dass das Bruttosozialprodukt nicht dafür taugt.

Nicht das das jetzt eine so große Überraschung oder etwas Neues für uns war. Wer hat nicht schon als „unbefleckter“ Teenager gegen die Ungerechtigkeiten dieser Welt protestiert? Wir haben schon zu Hause, und erneut nach einigen Erlebnissen in Asien beschlossen, bewusst die Augen von diesen Themen abzuwenden. Es ist jedoch eine Sache konditioniert „Daheim“ im gemachten Nest zu sitzen - mit durch Massenmedien, und Werbung weich gekochtem Gehirn - einerseits in ständiger Angst sein Einkommen zu verlieren und anderseits dem Bedürfnis zu konsumieren, ständig mehr zu wollen. Eine ganz andere Sache ist es, wenn mal tatsächlich weder fester Job oder großartig Geld vorhanden sind, man seinen Besitz auf dem Rücken trägt und Massenmedien nur homöopathisch konsultiert. Wenn man dann vor Ort sieht, was unser Wohlstand, unser wahrscheinlich arglos aber definitiv mit gierigen Hintergedanken zu Bank gebrachtes Geld über drei Ecken in aller Welt mit Mensch und Natur anrichtet. Wenn man auf Grund dieses neuen Status ebenfalls vor Ort mit darunter leidet, dass zerstört zwangsläufig den durch unseren physikalisch behüteten Alltag an trainierten Schutzschild unseres Gewissens und weckt neben Scham seiner selbst ein daraus resultierendes Bedürfnis zu helfen, es anders und besser zu machen.

Wir hatten ein Jahr, nichts dergleichen ist passiert. Das wir nun quasi unverrichteter Dinge wieder zurückkehren sollen, um uns erneut in eben diesen Sumpf mit all seinen internationalen Kausalitäten zu begeben, dass können wir uns zur Zeit noch nicht recht schön malen. Trotzdem, wir werden es schon bald müssen, wir können nicht anders. Als Teenager unterliegt man dem aktionistischen Glauben man wäre immens wichtig und könnte im Alleingang die Welt retten, man muss nur anfangen. Wir wissen jedoch, wir haben nichts dabei auf das die armen Länder dieser Welt gewartet hätten. Keine Lösung ihrer Probleme, kein außerordentliches Wissen, keinen Einfluss, nicht mal ausreichend Geld. Wir sind einfach weitere Touristen die Wasser predigen und Wein trinken. Wir kennen nur unsere paradoxe, Geld getriebene Wohlstandsgesellschaft. Wir sind und bleiben ein Teil davon. Sich darin erfolgreich (Paradoxien opportunistisch ausnutzend) zu bewegen, dass ist was wir gelernt haben, dass ist was wir können - worauf wir uns isoliert betrachtet sogar freuen weil es uns in unserem deutschen Mikrokosmos so „gut“ geht. Es ist schlicht das, was uns überhaupt erst diese Reise und so vieles mehr damit einhergehende ermöglicht hat.

Schade eigentlich, nimmt man landläufig nicht zunächst an, ein „Sabatical“ würde einer positiven geistigen Säuberung gleichkommen? Das einzige was bei uns gut gesäubert wurde, war der Glaube das sich Menschen gemeinschaftlich organisiert und langfristig aus ihrer kantschen „selbst verschuldeten Unmündigkeit“ befreien können, uns wie dargelegt nicht ausgenommen. Wir stolpern anscheinend lediglich von einer Unmündigkeit in die Nächste. Aber ist das nicht am Ende einfach das Leben? Und das Leben ist zumindest für uns zu kurz um es deswegen mit Groll gegenüber uns selbst zu füllen. Ein schwerer Unfall und eine Naturkatastrophe bei der Glück über Leben und Tod entscheiden haben, haben uns recht eindrucksvoll gezeigt wo im Zweifelsfall der Hammer hängt, או. liegt. Nicht in unseren bescheidenen Händen. Jeder Tag könnte der letzte sein, man sollte ihn auch so genießen. Auch keine Neuigkeit, aber selten hat das so viel Sinn gemacht wie im letzten Jahr. Wir wollen versuchen dieses Gefühl zu konservieren.

Woran wir uns außerdem mit Freude erinnern werden, woraus sich Kraft und Motivation für die Zukunft schöpfen lässt, ist die Schönheit der Erde. Dieser Planet ist voll von natürlichen Wundern, atemberaubenden Landschaften, wunderschönen und anmutigen Tierenund eins steht fest, weil wir eben auch in Zukunft mehr davon erleben und sehen wollen, machen wir schon bald genau so weiter wie wir vor über einem Jahr aufgehört haben. אך, in voller Akzeptanz unserer moralischen Scheinheiligkeit. So negativ es klingen mag, so ein große Erleichterung ist es. Als hätte man irgendwo gebeichtet.
Wir freuen uns!

  • Chile Bolivien  Wer hat an der Uhr gedreht? Ist es wirklich schon so spät?

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כמו על כוכבים אחרים השלישי

יום רביעי, 3. במרץ 2010 7:00

Genauer gesagt auf dem Mond. Nicht überraschend nennt man die Gegend hier, am Rande der Atacama Wüste in Chile, „Valle de la Luna“ also „Tal des Mondes“. Was hier so eindrucksvoll aussieht ist die parallel zu den Anden verlaufende Kordellera de la Sal. Das ganze lässt sich während eines Halb-Tagesausflugs von San Pedro de Atacama aus bequem besichtigen.

  • Chile  Wie auf einem anderen Planeten III

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