Beiträge vom September, 2009

San Marco La Laguna am Lago Atitlán

Donnerstag, 10. September 2009 8:00

Eines der 3 bedeutendsten Reiseziele in Guatemala ist der Lago Atitlán, der in den Highlands (auf rund 2.200 Metern Höhe gelegen) ein ähnliches Klima bietet wie Antigua. Auch die den See umrundenden Vulkane stellen sehr pittoreske Parallelitäten dar. Die Bevölkerung der Region ist  ursprünglich und spricht teilweise nicht mal spanisch sondern nur die unterschiedlichen Mayadialekte. Auch hat jedes Dorf hier seine eigene Geschichte, von der wir uns selbst während der zahlreichen Zeremonien und den in den Bergen widerhallenden, allnächtlichen Gesängen überzeugen durften.
Blieb nur zu überlegen, welches am Lago gelegene Pueblo sich als Reiseziel anbietet. Unsere Wahl ist auf San Pedro La Laguna gefallen, da es hier wieder Sprachschulen gibt und Ahmed in seinem Eifer eine weitere Woche die Schulbank zu drücken kaum zu stoppen war. Auf der Fahrt dorthin durch die guatemaltekischen Highlands, haben wir uns allerdings kurzfristig um entschieden und uns bereits im vorab gelegenen San Marco La Laguna absetzen lassen. Überzeugt haben uns die dort angebotenen Yogakurse, Kreativitätsworkshops, Christal Healings und die zahlreichen Räucherstäbchen. Kleiner Scherz - das Angebot existiert dort zwar tatsächlich in ausreichender Menge und man kann sich dort - wenn man das möchte - spirituell Selbstfinden, doch hat uns am Besten gefallen, dass es ein ursprünglicher Ort mit nur knappen 3.000 Einwohnern ist und es angeblich sehr gechillte Unterkünfte inkl. Saunen geben sollte (wie sich im Nachhinein heraus gestellt hat mehr als zurecht).


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Thema: Motiv Serien | Kommentare (0) | Autor: Martina

Volcan Pacaya

Mittwoch, 9. September 2009 8:15

Von Antigua aus, lässt sich der Pacaya im Bus in 2-3 Stunden erreichen. Dieser 2552m hohe Vulkan ist einer der zwei aktiven in Guatemala. Und tatsächlich, nach einem (ziemlich anstrengendem) 2 Stunden Marsch (über 500 Höhenmeter) stand man unvermittelt einen Meter vor mehreren glühend roten, Lavaströmen. Die heiße Luft die solch eine Strom produziert relativiert jedoch ganz schnell das Bedürfnis mal „näher ran“ zu müssen. Auch der Boden ist so heiß das er ungeschickt gewähltes Schuhwerk schnell zum schmelzen bringt. Wow, echte fließende Lava bekommt man nicht so häufig im Leben zu Gesicht.
Das Panaorama hier oben ist zum abend hin fantastisch. Wer sich nicht an Höhe oder Vulkangasen stört, sollte mal hier gewesen sein. Es mit Fliplops zu versuchen ist keine gute Idee. Das frische messerscharfe Vulkangestein, und der heiße Untergrund bedürfen richtiger Schuhe. Außerdem: Taschenlampe, Wasser und Energieriegel mitnehmen.


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Thema: Motiv Serien | Kommentare (7) | Autor: Ahmed

Was geht ab in Antigua?

Mittwoch, 9. September 2009 8:10

Guatemala  Was geht ab in Antigua?

Antigua präsentiert sich außerordentlich relaxed und gepflegt. Nicht das typische Guatemala aber ein sehr schöner Ort um… erneut spanisch zu lernen. Ja, um das in Kuba gelernte zu festigen haben wir uns entschlossen noch eine Woche hier zu nutzen um unser Spanish-Skills zu verbesseren.
In Flores haben wir Craig kennen gelernt, unser neuer Travelmate für die Zeit hier. Ein Australier der die letzen 2 Jahre in London gelebt hat, nun 7 Monate Urlaub macht um sich dann in Canada Arbeit zu suchen. Wir haben beschlossen den Kurs gemeinsam zu machen und statt einem Homestay Modell in einem überaus gemütlichen Hostel zu kampieren.
Es hat uns kalt erwischt. Das mit der Schule gestaltete sich bei 5 Stunden und ob der „Hausaufgaben“ als full-time Angelegenheit. Back to School! Im Gegensatz zu früher, hatte aber zumindest ich ein echt schlechtes Gewissen wenn ich meine Hausaufgaben nicht gemacht hatte. Schule als Erwachsener macht so viel mehr Sinn, vor allem wenn man Dinge lernt die man lernen will…
Nun ja, diese Spanischkurse hier sind jedenfalls recht günstig (ca. 60 bis 90 US$ die Woche) und bringen enorm viel. Die Auswahl an Lernmaterialien und Themen ist sehr konzentriert und sinnvol. Die Schule die wir besuchten hatte bereits über 20 Jahr Erfahrungen im vermitteln der spanischen Sprache für Anfänger. Martina kann mittlerweile schon ohne Probleme Smalltalk, und ich bin auch schon viel weiter gekommen.
Die Abende in Antigua sind leider recht kurz, erstens wird es kühl, zweitens schließen die meisten Läden schon recht früh und drittens ist man einfach müde wenn man jeden Tag um 7 für die Schule aufsteht. Versüßen kann man sich seine Abende jedoch durch die vielfältige mittelamerikanisch Drogenauswahl die hier in Guatemala für sehr sehr wenig Geld in Spitzenqualität feil geboten wird. Das Risiko hier „hängen zu bleiben“ ist nicht zu unterschätzen.


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Thema: Unterwegs | Kommentare (0) | Autor: Ahmed

Antigua

Mittwoch, 9. September 2009 8:00

Nach Flores haben wir uns entschieden direkt nach Antigua weiter zu fahren, um dort unsere in Kuba erworbenen Spanischkenntnisse, in einem weiteren einwöchigen Kurs zu vertiefen. Das hieß den (überraschend bequemen) Nachtbus nach Guatemala City zu nehmen und mit dem Collectivo am frühen Morgen weiter nach Antigua zu fahren. Neben den zahlreichen Möglichkeiten in Antigua günstig und effektiv Spanischkurse zu belegen, bietet das wunderschöne Städtchen mit seinen rund 45.000 Einwohnern eine beeindruckende Kulisse. 2.100 Meter hoch gelegen (d.h. ziemlich kalt am Abend und in der Nacht) und von 3 Vulkanen umgeben (wobei einer davon noch munter vor sich hin raucht), stellt es zwar leider nicht das „ursprüngliche“ Guatemala dar, ist aber auf jeden Fall einen Reisestopp wert.
Hier habe ich übrigens nach langem Suchen meine neue Kamera erstanden, nachdem mir in San Cristóbal (Mexiko) als Willkommensgeschenk im Bus jegliche Kabel für Laptop und Kamera aus dem Rucksack geklaut wurden)…


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Thema: Motiv Serien | Kommentare (0) | Autor: Martina

Tikal

Dienstag, 8. September 2009 8:00

Um dem zentralamerikanischen Tempelkoller zu entgehen, haben wir beschlossen mit Tikal die zunächst letzte Maya Stätte anzusehen. Tikal ist groß, sehr groß. Eine ehemalige, mitten im tiefsten Dschungel gelegene Maya Großstadt die in ihre expansivsten Zeit, etwa zur Mitte des 6. Jahrhunderts, auf 30km² um die 100.000 Einwohner beherbergt haben dürfte. Zu sehen bekommt man das Zentrum,  16km² Fläche, auf dem man bisher über 4000 Strukturen gezählt hat. Rekonstruiert wurden im wesentlichen verschiedene Tempel, an denen der Dschungel hier und da erneut gelichtet und abgetragen wurde. Um die bis dato wesentlichen Bauten zu sehen sind locker 10km Fußweg zu gehen. Der frühe Morgen eignet sich dafür am besten, da es dann noch nicht so heiß ist, und der typische Regen meist erst zum Nachmittag einsetzt.
Tikal ist vielfach archäologisch bearbeitet worden, inklusive Satelliten gestützter Kameras verschiedenster Spektren. Wenn man Tikal besucht, sollte man idealer Weise auch ein Karte dabei haben, die diese aufgearbeiteten Informationen in einer guten Darstellung wiedergibt. Das Zentrum wurde damals zu Tikal Zeiten (mit Straßen und großen Plätzen) versiegelt und nahezu waldfrei gehalten und muss rein „stadt-technisch“ ein grandioser Anblick gewesen sein. Da  heutzutage aber der Dschungel Tikal wieder vereinnahmt hat, durch Baumwurzeln zersetzt, aber  auch vor Erosion schützt und quasi konserviert, fällt es jedenfalls schwer sich nur anhand von überwucherten Hügeln, ohne weitere Hilfe das damalige Stadtbild zu vergegenwärtigen. Mit anderen Worten, ein Aufenthalt dort ohne Ahnung, ohne Karte oder Guide könnte ggf. enttäuschend bis frustrierend sein - wenn man nicht gerade Paläontologe ist und wegen der hiesigen Vogelvielfalt diesem Ort einen Besuch abstattet.

Gut restauriert sind, wie gesagt, verschiedene Tempelanlagen die hier eine Zeit lang (späte klassische Periode, um 700 AD, zu Zeiten von Ah Cacau, dem „Schokoladenkönig“) nach dem Muster des Kreuzes der vier Himmelsrichtungen aufgebaut sind. Auf einer Achse, zwei  meistens massiven Pyramiden mit kleinen Zeremonie-Kammern oben drauf und Opferaltare davor. Auf der anderen Achse das Haus des bzw. der Heiligen zur einen Seite, einen Friedhof der Könige/Heiligen zur anderen.
Konzeptionell steht dem die verlorene Welt, el Mundo Perdido gegenüber, die wahrscheinlich älteste Tempel-Anlage von Tikal. Einige Strukturen werden auf 700 BC datiert, die aber bis in die späte klassische Periode hindurch erneuert und erweitert wurde. Hier kann man schön die die typischen x-fachen Lagen der Tempelerneuerung und -erweiterungen sehen – wie Baumringe. Die Mundo Perdito hatte offensichtliche über zig Generationen hinweg eine große Bedeutung. Und tatsächlich, sie birgt quasi eine gigantische Sonnenuhr die die Jahreszeiten anzeigt. Eine Kaskade von Tempeln und die zentrale große Pyramide sind z.B. so ausgerichtet, dass sie anzeigen welche der 3 Haupt Nahrungspflanzen (u.a. Mais und Bohnen) zu gegebener Zeit anzubauen sind.

Maya Guatemala  Tikal

Allerdings muss man dafür auf der großen Pyramide stehen. Nur Könige/Heilige/Götter durften auf die Pyramide! Hoch und runter zu gehen war auch damals schon anstrengen, und gefährlich. Ich glaube es gibt jedoch keine Überlieferung, die darauf hindeutet das ein König durch einen Treppensturz starb Maya Guatemala  Tikal Na ja, da standen sie dann,  rauchten ihr eigenes Kraut und machten ein wenig Show. Wohl genährte und groß gewachsene Könige/Heilige/Götter, mit ihrem durch im Säuglingsalter angebrachte physische und psychische Kopfzwingen deformierten Plattschädel und mit kiloweise Schmuck behangen. So erzählten sie also dem klein gewachsenen, absolut ahnungslosen Volk mit hinreichend gottgleicher Genauigkeit wann was auf dem Feld geht… Wie immer war es nur eine ganz kleine „Führungs-Elite“ die das heute so bewunderte astronomische Wissen der Mayas kannte, es mit Architektur verband und sicher auch als Orakel aber garantiert als Machtinstrument gegenüber der ahnungslosen Masse nutzte. Um sich wiederum  eine noch gewaltigere und ausgefeiltere Architektur zu leisten. Der reguläre Maya, war entweder Landwirt oder Bauarbeiter. Weitaus weniger waren Krieger und nur eine handvoll war mit elitärem Wissen gebildet.

Warum eigentlich „verlorene Welt“? Ist doch heute heute immer noch so, wenn man  die Tempel durch Banken, Nahrung durch Geld und die Sonnenbeobachtung durch Medienkontrolle ersetzt.
Also irgendwie so ähnlich, ne? Wir sind jetzt jedenfalls erstmal durch mit Maya Tempeln Maya Guatemala  Tikal


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Thema: Motiv Serien | Kommentare (0) | Autor: Ahmed