Beitrags-Archiv für die Kategory 'Unterwegs'

Der Grenzübergang Mexiko - Guatemala

Sonntag, 6. September 2009 8:00

Nun da mal wieder ein Länderwechsel ansteht, stellt sich uns die Frage: „Wie kommt man am Besten von Yaxchilán (Mexiko) in die Nähe von Tikal (Guatemala)“? Die Antwort ist ziemlich einfach!

  • Mit dem Collectivo fährt man eine knappe Stunde von Yaxchilán nach Frontera Corozal, am mächtigen Río Usumacinta gelegen. Hier befindet sich auch die Emigration, um den Ausreiseformalitäten zu erledigen.
  • In Frontera Corozal, nimmt man ein kleines Boot für die knapp einstündige Fahrt auf das andere Flussufer nach Bethel (Guatemala).

Die Fahrt auf dem Fluss ist sehr abenteuerlich, da sie sowohl von dem mächtigen Geschrei der im Dschungel lebenden Brüllaffen untermalt wird, als auch durch zahlreiche Stromschnellen und im Fluss schwimmenden Baumüberresten erschwert wird. Das Boot erinnert ein bisschen an den Grenzübergang von Vietnam nach Kambodscha über den Mekong, sprich eine kleine, voll gepackte Nussschale mit Leuten, bei der man nie weiß, ob sie den Launen des doch sehr breiten und eigenwilligen Río Usumacinta stand hält.

  • In Bethel ist erstmal warten angesagt, denn der Bus wird erst noch repariert und der Busfahrer schläft noch gemütlich in seiner Hängematte. Aber da die Uhr eine Stunde  zurück gestellt wird, hat man noch genügend Zeit in der Tienda ein Frühstück einzunehmen und zu einem schlechten Kurs die ersten Quetzales zu wechseln.
  • Im Bus geht es dann weiter zur Imigration (die sich als sehr einfach gestaltet) und dann über Straßen (habe ich Straßen gesagt??) nein es sind eher kilometerlange Buckelpisten, in einer 5 stündigen Fahrt nach Flores im Norden Guatemalas.

Wer direkt nach Tikal möchte, muss sich entweder für eines der sehr teuren Hotels ca. 3-5km vor den Ruinen entscheiden oder in Flores Stopp einlegen. Von dort aus ist es nur noch eine einstündige Fahrt nach Tikal und die Unterkünfte sind wesentlich günstiger.

Also alles in allem ziemlich easy, auch wenn man nach dem insgesamt 9 stündigen Trip heilfroh ist, endlich in seinem Hostel angekommen zu sein.

Mexiko Guatemala  Der Grenzübergang Mexiko   Guatemala

  • Mexiko Guatemala  Der Grenzübergang Mexiko   Guatemala

Thema: Unterwegs | Kommentare (3) | Autor: Martina

Unsere Reisezentrale in Merida

Freitag, 21. August 2009 7:00

Falls jemand ebenfalls in Merida Zwischenstopp einlegen möchte und eine günstige aber gute Unterkunft sucht, der kann getrost im Hostel Nomadas absteigen. Zwar 4 Blocks vom Plaza Grande entfernt aber dennoch eine sehr schöne, gepflegte Unterkunft mit Pool, Hängematten (sogar im Zimmer) und einer gut ausgestatteten Küche. Hier lässt es sich getrost ein paar Tage aushalten und man kann seine Touren ob nach Uxmal, die Ruta Puuc, Celestún, die Cenoten Cuzamá, Dzibilchaltún oder auch Progreso, wunderbar von hier aus starten. Das Hostel hält hilfreiche Tipps parat, wenn man die Touren auf einige Faust unternehmen möchte – bietet aber ebenfalls durch das eigene Reisebüro auch organisierte Touren an.

  • Yucatan Mexiko Merida  Unsere Reisezentrale in Merida

Thema: Unterwegs | Kommentare (2) | Autor: Martina

Mexiko oder die Ankunft in der Karibik

Samstag, 8. August 2009 2:05

Nachdem wir das großstädtische Habana hinter uns gelassen haben – war unser nächstes Ziel die Yucatan Halbinsel. Hier wollten wir zunächst die traumhaften Strände genießen bevor wir die alten Maya Pfade verfolgen. Das erste Ziel (nachdem wir das Las Vegas Mexikos – Cancun - sofort umgangen haben) war Playa del Carmen. Ein doch sehr touristischer Ort aber kein Vergleich zu Cancun aber dennoch eine gute Möglichkeit einfach ein bisschen am Strand aus zu spannen und die tollen Farben des Meeres zu genießen.

  • Mexiko Karibik  Mexiko oder die Ankunft in der Karibik

Thema: Motiv Serien, Unterwegs | Kommentare (0) | Autor: Martina

La Casa de Rolando y Magaly

Samstag, 8. August 2009 2:00

Abschließend zu Habana gibt es noch ein paar Bilder unseres Aufenthaltsortes der „Casa de Rolando y Magaly“, die uns den Aufenthalt in der Stadt sehr angenehm bereitet haben. Im Gegensatz zu einigen anderen Kubanern hatten die beiden ehemaligen Ärzte sicherlich eine der schöneren und vor allen Dingen größeren Wohnungen im Kolonialstil. Aber nicht nur die Kochkünste von Magaly waren erstklassig sondern auch die Hilfsbereitschaft, was unseren Spanischkurs anging. So konnten wir unseren Aufenthalt problemlos von 3 Tagen auf 3 Wochen ausdehnen und nur innerhalb von 12 Stunden hatten wir eine echte kubanische „Profesora“, die uns innerhalb kürzester Zeit ein komplettes Spanischlehrbuch eingetrichtert hat. Die Stunden fanden im Wohnzimmer der „Casa“ statt und die Pausen sowie unsere freie Zeit durften wir auf dem schönen, mit kubanischer Musik beschallten, Balkon verbringen.
Wer ebenfalls nach Habana kommt und diese wunderbare Unterkunft genießen möchte, der kann uns gerne bzgl. der Kontaktdaten schreiben (e-mail ist leider nicht möglich, da dies in Kuba nicht für die Allgemeinheit zugänglich ist – aber eine Telefonnummer ist kein Problem!).

  • Cuba  La Casa de Rolando y Magaly

Thema: Unterwegs | Kommentare (0) | Autor: Martina

Der Stand der Dinge

Mittwoch, 15. Juli 2009 18:59

Nach einem weiterem Monstertrip: USA (Kauai → Ohahu → Phoenix) → Mexico (Hermosilo → Cancun) → Cuba (Habana). Haben wir recht schnell eine Unterkunft mitten in der Action Old Habanas (San Rafael, 1.5 km vom Capitolio entfernt), gefunden. Eine der so genannten Casa Particulares, das sind Unterkünfte die hiesige Familien in ihren eigenen vier Wänden mit staatlicher Genehmigung an Fremde vermieten. Die staatliche Auflage ist, das es nicht mehr als zwei Zimmer sein dürfen die vermietet werden. Dafür muss die Familie jeden Monat eine Lizenzgebühr von 300 CUC an den Staat abgeben. Wir zahlen 25CUC pro Nacht für das Zimmer mit Bad und Frühstück. Man kann leicht errechnen ab wann sich dieses Unternehmen erst amortisiert. Es ist jedoch nicht so, dass die Casa Particulares jederzeit voll gebucht sind - im Gegenteil. Der Blick auf die Liste unserer Gastfamilie sah Recht lückenhaft aus.

CUC oder Peso Convertible ist die alternative harte Währung Cubas, für die man hier quasi alles bekommt. Ein CUC ist in etwa 1US$ bzw. etwa 24 Pesos der Nationalen Währung wert. Der nationale Peso ist im großen und ganzen den Einheimischen vorbehalten. Möchte man etwas kaufen, so wird man sobald man als Tourist identifiziert ist um CUC gebeten. Der Wunsch nach CUC ist verständlich, da das durchschnittliche Monatseinkommen hier etwa 300 kubanische Pesos also etwa 12 CUC beträgt. Jeder CUC den man hier einem Touristen abknöpfen kann steigert das Einkommen zum einen enorm und eröffnet zum anderen natürlich auch die Türen zu den gut sortierten Läden jeglicher Couleur die bevorzugt oder gar nur CUC akzeptieren. Ein bisschen wie in der ehemaligen DDR mit der DM und dem sonstigen dort genutzten „Spielgeld”.
Nach dem wir die ersten Tage ein wenig durch die Gegend Habanas getingelt sind und uns diese faszinierende Stadt angeschaut haben, den letzten real existierenden kommunistischen Staat der westlichen Hemisphäre (schon sehr reizvoll, zu Zeiten einer akuten internationalen ökonomischen Krise) beschnuppert haben, haben wir kurzerhand beschlossen die nächsten Wochen bis Ende des Monats ebenfalls hier zu bleiben - in Habana. Warum? Um spanisch zu lernen! Ja, hier und vor allem fast im ganzen Rest Süd-Amerikas (in dem wir noch gute 5 Monate unterwegs sein werden) ist schlicht und ergreifend spanisch angesagt. Gerade wenn man jenseits der Resort Anlagen unterwegs ist, was speziell für Cuba, aber auch generell bedeutet, das Land und vor allem die Leute „wirklich” kennen zu lernen, ist die Landessprache nun mal der Zugangsschlüssel schlechthin. Außerdem ist selbstverständlich jede zusätzliche Sprache die man auch nur im Ansatz beherrscht sehr wohlgefällig in einem, einer Bewerbung beigefügtem, Lebenslauf Cuba  Der Stand der Dinge
Was heißt das für die kommenden Wochen? Nun, das mit dem Internet ist in Cuba ein wirkliches Problem, sogar in einer Stadt wie Habana in der es eigentlich alles gibt. Nicht nur das Internetstationen rar sind, sie sind auch unheimlich teuer - geradezu ein dekadentes Privileg. Diese paar Zeilen, das Hochladen der letzten Motiv Serien und das prüfen unserer E-Mails werden uns etwa 28 CUC kosten. Das pflegen der Nachrichten und ein paar Fotos haben somit den Gegenwert einer Übernachtung mit Frühstück, oder zwei Monatsgehälter eines Cubaneros. Miese Sache - oder?
Wir hoffen der werte Leser bzw. die Leserin, hat diesbezüglich Verständnis und ein wenig Geduld. Wir werden alles zu Cuba ergänzen, wenn wir die entsprechende Verbindung zu akzeptablen Preisen vorfinden. Trotz allem ist es hier bisher echt klasse, jeder Tag ein kleines bisschen Abenteuer. Bis dahin, Hasta luego!
  • Cuba  Der Stand der Dinge

Thema: Alltag, Perspektiven, Unterwegs | Kommentare (0) | Autor: Ahmed