Beitrags-Archiv für die Kategory 'Unterwegs'

Back to School

Freitag, 23. Oktober 2009 22:42

Gute 3 Monate bereisen wir jetzt bereits Zentralamerika und verfolgen auf diesem Wege weiterhin unser Ziel Spanisch zu lernen. Wenn man bedenkt, dass wir nicht ein Wort gesprochen haben, als wir angekommen sind, kann man schon sagen, dass wir mittlerweile Einiges gelernt haben. Allerdings können wir mittlerweile auch einige Pro’s und Contra’s unserer Art und Weise des Lernens weitergeben…

Was uns eigentlich sehr gut gefallen hat war, dass wir die 3 Spanisch Schulen in Kuba, Guatemala und Costa Rica verbunden mit den insgesamt 5 Wochen Sprachunterricht sehr gut in unsere Reiseroute integrieren konnten. Mehrere Stunden Unterricht, das Erlernte während der weiteren Reise anwenden und nach einigen Wochen erneuter Besuch einer Schule, um weiter zu lernen, Fragen zu stellen, Fehler zu eliminieren, um dann das Erlernte wieder während der Weiterreise an zu wenden.

Der Nachteil ist allerdings, dass man es jedes Mal mit anderen Lehrern und anderen Unterrichtsschwerpunkten zu tun hat, außerdem das Qualitätsniveau der Schulen sehr unterschiedlich ist. So haben wir in Havanna zwar eine sehr motivierte Professora gehabt, man allerdings darf nicht vergessen, dass die Kubaner auch ein ganz eigenes Spanisch sprechen, was sich nur schwierig in den anderen Lateinamerikanischen Ländern umsetzen lässt (Ausdrücke, spezielle Vokabeln, Aussprache). Noch dazu natürlich hat unsere Professora nicht ein Wort englisch gesprochen, was Erklärungen (gerade in Sachen Grammatik) für absolute Anfänger nicht einfach macht. Antigua (Guatemala) ist zwar die Hochburg der Spanisch Schulen in Lateinamerika (gerade was das Preis/Leistungsverhältnis angeht) aber vielleicht auch gerade wegen der günstigen Preise und der Masse an Schulen (es gibt rund 80 Offizielle in der Stadt!) kann man auch mal Pech mit den Lehrern haben. Costa Rica ist zwar das Land mit den höchsten Lebenshaltungskosten und dementsprechend hohen Preisen für alle Güter und Dienstleistungen aber wir haben echtes Glück gehabt eine Schule in Cahuita zu finden, die mit Abstand die beste ist, die wir besucht haben!

Das große Plus an dieser Schule ist, dass der Direktor der Schule José die spanische Sprache liebt, er mit Leib und Seele Lehrer ist und ihm das Wichtigste ist, dass  seine Schüler, die die Schule am Ende verlassen auch tatsächlich etwas gelernt haben. Dadurch, dass wir so lange in Cahuita geblieben sind, hat er die Menge der Stunden pro Tag für uns sehr sinnvoll auf unseren gesamten Aufenthalt aufgeteilt (kein Unterricht nur nach striktem Stundenplan, sondern angepasst auf unsere Bedürfnisse und unser Lernniveau). Das gesamte und sehr umfangreiche Schulungs- und Lernmaterial wurde von ihm selbst erstellt und so hat er hat für jedes Level an Studenten sofort die richtigen Unterlagen parat. Jegliches Lernmaterial bekommt man übrigens am Ende des Kurses zur Verfügung gestellt und hat noch zudem die Möglichkeit auch im Nachhinein noch auf der Webseite der Schule Fragen zu stellen. Zudem verfügt die Schule über eine sehr umfangreiche und gute Bibliothek in der man sich weitere Unterlagen auch in landeseigener Sprache ausleihen kann (das ist gerade in Sachen Grammatik sehr hilfreich). Das Englisch, dass José spricht ist absolut auf seinen Unterricht abgestimmt und perfekt, um auch kleine Unterschiede in Sachen Grammatik deutlich zu machen.

Neben dem wie wir finden sehr professionellen Unterricht (sowohl inhaltlich als auch didaktisch) gibt es in dieser Schule noch ein paar weitere angenehme Eigenschaften. So sind wir täglich nach dem Unterricht zum Kochen eingeladen worden. José tut dies leidenschaftlich gerne und sehr gut und gibt dieses Wissen auch gerne an seine Schüler weiter. Mal abgesehen davon, dass wir fast alle Gerichte zu Hause schon erfolgreich nach gekocht haben und so auch unser Repertoir an landestypischen Geschmäckern erweitert haben ist ein weiterer sehr positiver Punkt, dass immer verschiedene Leute zum Essen kommen. So wird man mit Leichtigkeit in Cahuita integriert und bekommt neben dem „normalen“ Touristenaufenthalt doch noch ein paar weiter reichenden Informationen. Das man mit den ganzen Leuten auch nach dem Unterricht noch seine Spanisch Kenntnisse verbessern kann, brauchen wir glaube ich nicht zu erwähnen.

Der letzte Punkt, der uns sehr positiv angesprochen hat ist, dass der Erlös aus der Schule ausschließlich den einheimischen Schulen im Umkreis zu Gute kommt. Hier wird versucht auch Kindern, deren Eltern kein Schuldgeld zahlen können die Möglichkeit auf Bildung zu gewähren. Man übrigens die Möglichkeit auch in diesem Kreis Volunteerarbeit zu erledigen, um über das Schulgeld hinaus zu unterstützen. Sei es dass man hilft Klassenräume zu bauen, Dinge zu reparieren, streichen oder auch zu unterrichten, für jeden Geschmack ist etwas dabei.

Ganz egal was man sonst noch so wissen möchte, José hat immer ein offenes Ohr und hilft einem gerne bei jeglicher Art von Fragen weiter.

Wir können wirklich sagen, dass dies mit Abstand die beste Schule ist, die wir besucht haben!

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Thema: Motiv Serien, Unterwegs | Kommentare (2) | Autor: Martina

Die Entscheidung erstmal in Cahuita zu bleiben

Montag, 5. Oktober 2009 21:29

Unsere ersten 5 Tage in den Cabinas Palmers und somit in Cahuita, ist wie im Fluge vergangen und wir hatten nicht im Ansatz die geringste Lust, dieses nette Fleckchen Erde direkt wieder zu verlassen. Unsere Nachbarn sowie einige weitere Leute hier haben wir recht schnell kennen gelernt, so das uns auch der nächste Schritt ziemlich schnell zugeflogen kam…

Ein kurzes Gespräch mit unserem Cabina Nachbarn Roberto genügte, um herauszufinden, dass er auf der Suche zur Miete eines günstigeren Appartements für einen Monat war, um von dort aus nach Eigentum in Cahuita Ausschau zu halten. Auch für uns klang günstige Miete und einen kompletten Monat bleiben nicht schlecht und so sind wir bereits 2 Stunden später in unsere neue Bleibe umgezogen. Aufgetan hatte diese ebenfalls Roberto und uns eigentlich nur geholt, damit wir ihm helfen Spanisch zu übersetzen. Da allerdings 2 Wohnungen frei waren ergab sich der Rest wie von selbst.

Ein 9 eckiger „Turm“ mit 3 zu vermietenden Etagen direkt am Meer und nur wenige Meter vom Eingang des Nationalparks entfernt, in dem sich die Miete pro Tag und Person gleich mal für uns halbiert hat. Von Vorteil war natürlich, dass wir mit Roberto zeitgleich 2/3 des gesamten Turmes gemietet haben. Unser Appartement hat also jetzt eine eigene Küche mit Meerblick,  5 Schlafplätze (davon ein Bett mit Herzspiegeln :-), ein Jacuzi (was allerdings nicht mehr funktioniert), einen 360° Balkon einmal um die gesamte Wohnung herum, jeder Menge Privatsphäre im Vergleich zu den vorherigen Cabinas, einen Pool in den wir von unserer Eingangstür aus direkt herein rutschen könnten (wenn er denn nur Wasser hätte) sowie einem Garten mit Bananen- und Mandelbäumen, in denen mal wieder die verschiedensten und interessantesten Tiere zu Hause sind. Unseren Fernseher haben wir bislang noch nicht einmal angeschaltet, dafür gucken wir zu jeder Zeit vom Balkon aus live „Animal Channel“: sich jagende Affen, kletternde Waschbären, einen halben Meter große Leguane mit interrassantem Kopfschmuck, ein turtelndes Kolibripäarchen, Blattschneideameisen (die schon fast das gesamte Blatwerk vom Baum zerschnitten und abtransportiert haben) und natürlich Geckos in allen Farben und Größen.

Im Erdgeschoss wohnt eine nette Dame aus Panama, die den gesamten „Turm“ managt, sich um alle kümmert (auch unsere Wohnung sauber macht, unsere Wäsche wäscht, uns spanisch beibringt…) und uns morgens mit ihren karibischen Rhythmen weckt und uns unser Abendessen versüßt. Die permanente Brandung zwingt uns zwar ununterbrochen mind. 2 Stufen lauter zu reden, beruhigt aber auch ungemein und wiegt uns jeden Abend angenehm in den Schlaf und sorgt für gute Träume. Unsere Küche bietet beim Kochen direktem Meer- und Palmenblick. Wer kocht da nicht doppelt so gerne? Noch zudem hier das Angebot an Obst und Gemüse einfach sensationell ist! Ok, Wasser gibt es manchmal halt nicht und den Strom genauso aber wir haben mittlerweile einen 20 Liter Kanister Agua pura sowie Kerzen. Kein Problem also. Auch ist das Appartement ist nicht mehr das neuste (eigentlich ist es nur 8 Jahre alt, nur war die Pflege scheinbar nicht die Beste) wir haben aber auf jeden Fall in Sachen Preis davon profitiert, da wir wohl die Ersten sind, an die es nach 2 Jahren Leerstand wieder vermietet wird.

Claudio ist zugezogener (kommt frisch vom Lago Atitlan, Guatemala) Italiener, der uns hier alle zwei Tage mit frisch gebackenem Körnerbrot auf seinem Fahrrad versorgt, beim Chinesen kaufen wir unsere Basislebensmittel (Frijoles, Arroz und Harina de Maiz) und Obst und Gemüse gibt es frisch und in sagenhafter Vielfalt entweder von dem kleinen Jungen, der dies immer freitags mit dem Fahrrad vorbei bringt oder in dem kleinen Shop, in dem uns der Besitzer mittlerweile die besten Stücke persönlich aussucht. Wir kochen einheimisch und vegetarisch mit viel Kokosnuss und Maismehl. Empandas, Maistortillas, Zopa negra und zum Nachtisch gibt es frischeste und süßeste Litschis, Pina, Papaya, Sandia, Kokosnuss und alles andere was sonst noch so angeboten wird.

Ein absolutes Highlight ist, dass es hier ebenfalls wieder mal eine Sprachschule gibt (ein ausführlicher Bericht hierzu folgt separat). Was bietet sich also hier besser an als direkt ein paar Stunden zu nehmen und das Gelernte direkt anzuwenden? Nach unserem Vorgespräch mit dem Schulleiter haben wir uns auch gleich für 2 Wochen eingeschrieben (die einzige Hemmschwelle, nicht gleich den ganzen Monat zu buchen war leider das liebe Geld). Das Schöne ist, dass wir in der Schule nach dem Unterricht gemeinsam kochen (unser Lehrer ist leidenschaftlicher Koch und weiht uns jeden Tag ein bisschen mehr in die Kochkünste Costa Rica’s ein) zudem lädt er zum Essen immer viele weitere Leute ein, so dass wir täglich immer wieder neue, interessante Menschen kennen lernen. Nach der Schule sind zwar noch immer reichlich Hausaufgaben zu erledigen aber es bleibt trotzdem genügend Zeit sich mal eben am Playa „Negra“, „Blanca“ oder „Grande“ zu erfrischen (disfrutela) und die Wellen zu reiten. Was soll man sagen? Nach wie vor echt paradiesisch…

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Karibischer Flair in Costa Rica - Cahuita

Montag, 28. September 2009 23:16

Gerade mal 4 Tage auf der pazifischen Seite in Costa Rica, haben wir uns dazu entschieden, gänzlich ohne Zwischenstopp (nicht mal in der fränkischen Kommune Costa Rica Cahuita  Karibischer Flair in Costa Rica   Cahuita auf die karibische Seite zu wechseln. Das Ziel: Cahuita. Laut Reiseführer ein kleiner Ort direkt am Meer mit nicht einmal 1.000 Einwohnern, einem palmengesäumten Black und Whitesandbeach, dem National Park direkt vor der Haustüre und dem Pura Vida Lifestyle.

Die Fahrt mit den „Öffentlichen“ war mal wieder eine längere Angelegenheit obwohl, die Strecke eigentlich gar nicht so weit ist… Mit dem Bus gelangt man von Playa Coco in einer Stunde nach Liberia von dort aus mit dem nächsten Bus in nur 5 Stunden nach San Jose und von dort aus eigentlich in nur 4 Stunden direkt nach Cahuita. Da wir aber leider mit den Anschlussverbindungen nicht all zu viel Glück hatten, haben wir es von San Jose mit dem Bus nur bis Puerto Limon geschafft. Da diese größere Stadt eigentlich nur mit dem Verschiffen von Bananen beschäftigt ist, aus nichts anderem als Hafen, Containern, Bananen (Dole, Chicita, Del Monte lassen grüßen) besteht und zudem auch nicht ganz ungefährlich sein soll, wollten wir dort einfach nur übernachten um gleich den ersten Bus am kommenden Morgen nach Cahuita zu erwischen.

Doch erstens kommt es anders und zweitens als man denkt! Auch in Limon sind die Taxifahrer mehr als geschäftstüchtig und fanden wir uns recht schnell, gerade mal aus dem Bus ausgestiegen in einem Taxi auf dem Weg nach Cahuita wieder. Die Fahrt sollte laut Chici (unserem Taxifahrer) nur 31 Minuten dauern und auf dem Weg hat er uns in spanischer Sprache (aber bestens verständlich für uns) mit jeglichen Informationen über Limon, Cahuita, sein bisheriges  sowie das Leben im Allgemeinen versorgt. Eine sehr kurzweilige und lustige Fahrt, wenn man außer Acht lässt, dass das Taxi (welches das erste Mal nur beim Türe schließen beinahe auseinander gefallen wäre und das zweite Mal beim Kofferraum beladen, die komplette Rückbank aus den Angeln gehoben hat) mit dem Doppelten der zugelassenen Geschwindigkeit (welche  mehr als gerechtfertigt ist, wenn man den Zustand der Straßen sieht!) geflogen ist. ABER wir haben es in Bestzeit (28,5 Minuten) geschafft lebend in Cahuita anzukommen, haben dort eine Dorfführung erhalten, alle wichtigen Leute noch aus dem Taxi heraus vorgestellt bekommen und uns in den sehr gechillten „Cabinas Palmers“ eingemietet (claro qué si - ebenfalls auf Empfehlung von Chici).

Obwohl es bei unserer Ankunft bereits kurz vor Mitternacht war, viel es uns nicht schwer zu merken, dass das kleine Dorf eine besondere Anziehungskraft besitzt. Das im Reiseführer Prophezeite ist absolut korrekt und der Mix der Einwohner aller Hautfarben und Länder machen den Ort ganz besonders und vor allen Dingen echt karibisch. Nicht dass das Meer die umwerfende karibische Farbe aus Mexiko besitzen würde (die Farbe ist ebenfalls schön aber anders) oder es hier absolute Luxusresorts geben würde – nein, genau das ist es gerade nicht! Cahuita ist einfach ein kleines Dorf mit offenen, gut gelaunten und freundlichen Menschen (die einen spätestens nach 2 Tagen kennen, grüßen und kurz zu einem Plausch anhalten) und es ist ursprünglich! Die einzige geteerte Straße ist die Hauptstraße, ansonsten gibt es nur holprige Lehmwege, die Cabinas sind einfach aber funktional (Hamacas sind Standard), Palmen hat es überall, die vielfältigsten Früchte pflückt man von den umstehenden Bäumen und die Vielfalt an Tieren, die einem fast in die Cabina folgen ist faszinierend. Liegt man einfach nur schaukelnd in seiner Hamaca bekommt man Waschbären, Affen, Kolibries, Papageien, Spechte, Geckos, Echsen aller Art und Größe (um nur eine kleine Auswahl zu nennen) zu Gesicht. Zu diesem Zeitpunkt sind wir übrigens noch nicht im National Park gewesen – mal sehen, was uns hier noch so erwartet…
„Tranquillo“ trifft hier lediglich auf die Lebensweise – nicht jedoch auf die Geräuschkulisse zu! Zu den permanenten und für uns Deutsche echt ungewöhnlichen Geräuschen gehört das löwenähnliche Geschrei der Brüllaffen, exotisch singende Vögel, hämmernde Campineros (Spechte), zirpende Geckos, wiehernde Pferde, krähende Hähne, die Brandung des Meeres und nicht zu  vergessen die musikalischen Klänge, die ein Gemisch aus Reggae und Salsa darstellen. Direkt am „Parque Central“ (ja den gibt es selbst in einem Dorf dieser Größe!) befinden sich das „Coco“(Meetingpoint, Bar, Restaurant und Disco in Einem), ein Supermarkt und ein Gemüseladen (wobei man das Gemüse besser direkt vom Fahrrad kauft (hier kostet es lediglich ein Drittel und ist mehr als frisch und noch dazu organic).

Alles in allem ein Ort, der uns auf Anhieb zum Verweilen eingeladen hat!

  • Costa Rica Cahuita  Karibischer Flair in Costa Rica   Cahuita

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Abreise von Ometepe nach Costa Rica

Dienstag, 22. September 2009 8:00

Eine Sache haben wir bei unserer Planung leider nicht berücksichtigt – den „Dia de la Independencia“. An einem Montag gelegen bietet er den Nicaraguanern die Gelegenheit das lange  Wochenende für Kurztrips zu nutzen. Da wir ohne Reservierung im Vorfeld aufgebrochen sind, hieß das für uns nach nur 2 Tagen schon wieder abreisen, da die Unterkünfte der Insel bereits komplett ausgebucht waren.

Also hieß es früh am Morgen über die buckelige Inselstraße zurück zum Puerto, mit der Fähre nach San Jorge übersetzen, weiter an den nur 34km entfernten Grenzübergang Penas Blanca, von dort mit dem Bus nach Liberia um dort wiederum den letzten Bus nach Playa Coco zu bekommen. Eigentlich ein Trip von nur ca. 6 Stunden. Bis einschließlich des Grenzüberganges (der ein bisschen was von buntem Jahrmarkttreiben hatte) war das auch alles kein Problem! Als sich allerdings unser Bus ab der Grenze (der normalerweise nur knappe 2 Stunden fährt) nur noch im Laufschritt fort zu bewegen schien, erfuhren wir, dass aufgrund der „Fiesta de la Torcha“ anlässlich des Tico (also auch die Costa Ricaner!) „Dia de la Independencia“ es wohl einige Stunden länger dauern würde. Und tatsächlich befanden wir uns den gesamten Weg von der Grenze bis zu unserem Ziel hinter einer Gruppe von Läufern, die die Torcha (Fackel) de la Independencia den gesamten Weg von Managua (Nicaragua) nach Costa Rica trugen… Wegen der Massen an anderen Autos, Fußgängern und Fahrradfahrern (die sich alle scheinbar freiwillig auf den Straßen befanden, um diesem Ereignis beizuwohnen) gab es kein Vorbeikommen mehr. Mehrere Male hielt der ganze Zug (und wir mit), damit Reden gehalten werden und die Ankunft der Torcha gefeiert werden konnten. Nach sage und schreibe 10 Stunden (anstelle von eigentlichen 2 Stunden) haben wir gegen Mitternacht dann doch noch Playa Coco an der Pazifikküste erreicht wo wir weiterhin Zeugen der Feierlichkeiten vor Ort sein durften…

  • Nicaragua Costa Rica  Abreise von Ometepe nach Costa Rica

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Der Pazifik bei San Juan del Sur

Freitag, 18. September 2009 8:00

Da der Pazifik gerade mal 20km von Granada entfernt liegt und das letzte Mal Meer für uns schon ein paar Tage zurück lag, ging es mit dem Chickenbus in Richtung San Juan weiter. Ein kleines gechilltes Surferdorf, von dem aus man die nahe gelegenen Surferstrände sowohl im Norden als auch im Süden leicht mit Bus und Boot erreichen kann. Die Unterkünfte sind für Nicaraguanische Verhältnisse relativ teuer im Vergleich zu dem, was man geboten bekommt aber dafür entschädigen der „Tranquillo-Mode“, wohl geformte und sonnengebräunte Surferkörper, frischer Fisch und der Strand mit seien Wellen.

Wir haben hier interessante Menschen kennen gelernt. Einen Kanadier z.B.: der dem heimischen  „System“ unzufrieden, in San Juan gerade sein eigenes Business etabliert (was natürlich immer noch Arbeit bedeutet aber unter selbst bestimmten Vorzeichen), einen Franken, dessen Vater seit 18 Jahren in Costa Rica innerhalb einer fränkischen Community in den Bergen organisches Farming betreibt und jetzt in Richtung Tourismus erweitern möchte und Fischer,  die uns gezeigt haben, wie man einsetzender Flut Krebse fängt.

Die malerischen Sonnenuntergänge in der Bucht haben mich dazu inspiriert mal ein bisschen mit meiner Kamera zu spielen und die ganzen Möglichkeiten auszuprobieren … tolles Teil San Juan del Sur Nicaragua  Der Pazifik bei San Juan del Sur

  • San Juan del Sur Nicaragua  Der Pazifik bei San Juan del Sur

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