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La Serena - Terremoto und Playas

Freitag, 5. März 2010 7:00

Eigentlich wollten wir nur etwas Strand, Sonne und Wärme aber irgendwie sind wir (oder bin ich?) dann doch eher Weichei. Wenn sich die Sonne in La Serena blicken läßt ist es angenehm warm, sobald einen jedoch der Schatten einholt, sollte man schnellstmöglich einen Pullover zur Hand haben. Dementsprechend haben wir das mit dem Baden lieber sein lassen und dafür unsere sehr schöne und geschmackvolle Unterkunft (von einem deutschen Ehepaar geführt www.hostalelpunto.cl/) genossen.

Auf der Sonnenterrasse ein bißchen Roger Moore schmökern, die leckere hausgemachte Quiche probieren, chilenischen Wein trinken und den Blog aktualisieren – so kann man seine Zeit gut verbringen. Was uns ganz deutlich vor Augen geführt hat, dass wir uns in Chile schon wieder ganz stark in westlichen Verhältnissen befinden, war der kurze Ausflug in die angrenzende Shopping Mall. Einen Unterschied z.B. zu unserem Main-Taunus-Zentrum gab es nicht – also schnell wieder raus…

Im Yogasaal des Hostels (in der Nacht gab es kein anderes Zimmer) hat uns übrigens das Erdebeben am frühen Sonntag morgen überrascht. Da bei uns allerdings nur ein leichtes Wackeln zu spüren war, sind wir relativ schnell wieder eingeschlafen und haben erst am nächsten Morgen im Internet das Ausmaß der Katastrophe erfahren.

Einen netten Ausflug kann man mit gemieteten Fahrrädern am Strand entlang in’s nahgelegene Coquimbo unternehmen. Dort sind wir leider von der Marinepolizei aufgehalten worden, da die Verbindungsbrücke noch wegen der Tsunamigefahr gesperrt war (auf den Bildern hält Ahmed eine der zahlreichen, über Nacht angespülten, toten Quallen in der Hand). Alternativ haben wir uns in einem der Fischrestaurants am Meer mit einer gigantischen Auswahl frischester Meeresfrüchten belohnt (den Rest gab’s mit nach Hause).

Der Strand vor La Serena und Coquimbo ist ganz nett, wenn man allerdings etwas Verlassenes ohne  große Hotelanlagen sucht, dann ist man hier an der falschen Stelle… Auf den Fotos haben wir es versucht zu verstecken – ich denke das ist auch ganz gut gelungen La Serena Chile  La Serena   Terremoto und Playas

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San Pedro de Atacama in Chile

Dienstag, 2. März 2010 7:00

So einfach ist es also von Bolivien nach Chile über den Wüstenweg einzureisen! Eine Immigration mitten in der Wüste sowie eine Bushaltestelle, von der aus man ein Collectivo von der bolivianischen (4.300 Metern) knappe 50km auf die chilenische Seite (2.100 Meter) nimmt. Ankunftsort ist San Pedro de Atacama ein kleiner Ort mit 5.000 Einwohnern mitten in der Wüste. Das Tolle ist, dass es nach langer Zeit endlich wieder Sommerklamotten und Flip Flop Klima ist! Eine weitere Umstellung sind die hiesigen Preise… Nachdem wir vom ärmsten Sürdamerikanischen Land Bolivien kommen – haben wir mit Chile nun das Teuerste. ABER wenn man sich das bequeme Essen gehen wieder abgewöhnt, kann man zumindest in dieser Hinsicht eine Menge Geld sparen.

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Ansichtssachen

Samstag, 27. Februar 2010 7:10

Nachdem wir das mit dem Ei aufstellen auf dem Äquator leider nicht hinbekommen haben, haben wir uns der Sache nochmal erfolgreich mit anderem Versuchsaufbau angenommen…

  • Salar de Uyuni Bolivien  Ansichtssachen

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Uyuni das Tor zur Salzwüste

Freitag, 26. Februar 2010 7:05

Wir sind an unserem Ziel in Uyuni anzukommen - auch ohne (oder gerade deswegen?) eine Tour von unserem Hostel in La Paz aus zu buchen. Hätten wir das gleich versucht, hätten wir Karneval vielleicht nicht komplett in La Paz verbracht. Naja…

Der Ort, der uns hier erwartet ist mehr als touristisch, denn jeder, der hier mit dem Bus oder dem Expresso del Sur ankommt, möchte den sagenumwobenen Salar de Uyuni besuchen. Für die Zwischenzeit gibt es zahlreiche Hostels und für das Vorhaben direkt ca. 80 verschiedene Touranbieter, die die Touristen in Jeeps zum Ort des Geschehens bringen. Am Abend vor der Tour kann man noch eine Pizza essen (denn es scheint in diesem Ort nichts anderes zu geben) bevor es dann morgens zwischen 10 – 11 Uhr in Jeepkarawanen in Richtung Wüste los geht.

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Oruro Startpunkt für den Expreso del Sur

Donnerstag, 25. Februar 2010 7:00

Ja ist es denn zu fassen? Heute stehen wir tatsächlich in La Paz am Busbahnhof und es sieht so aus, als würden die Busse wieder nach Oruro fahren…

Wir haben für 30 Bolivianos  (7US$) 2 Tickets in das 3 Stunden entfernte Oruro ergattert und sitzen pünktlich  um 10 Uhr im Bus, der uns um 10:30 Uhr von La Paz wegbringen soll… Um 10:50 Uhr allerdings teilt man uns mit, dass der Bus nicht fahren wird, da der Fahrer nach einer Nachtfahrt seine 4 stuendige Pause einhalten muss. Ich glaube man kann sich vorstellen wie schnell wir daraufhin die Flucht ergriffen haben! Auf noch einen schlafenden Busfahrer hatten wir absolut keine Lust mehr! Dass die anderen Passagiere sich auf’s Uebelste beschwert haben - ist uns echt ein Raetsel… Uns jedenfalls war das Ueberleben der Fahrt wichtiger, als den Fahrplan einzuhalten.

Für uns hiess das jedenfalls ein neues Ticket einer anderen Gesellschaft kaufen (jetzt war der  Preis schon doppelt so hoch), noch ein bisschen warten, uns davon überzeugen, dass der neue Busfahrer ausgeschlafen ist und nach einer entspannten Fahrt endlich in Oruro anzukommen.

Oruro ist ein nettes Städtchen, was zum Karneval normalerweise aus allen Nähten platzt. Wir haben uns quasi die “Nachwehen” dort angesehen…  Ansonsten gibt es einen riesigen Markt auf dem man sich Stunden um Stunden aufhalten kann. Dort Mittag zu essen ist ein echtes Erlebnis und ein echter Gaumenschmaus noch dazu. Aji de Cordero (Lamm mit Knoblauch), Falso Carnejo (falscher Hase) wie andere Gerichte kommen sie frisch von den umliegenden Metzgerständen. Die Beilagen (Salsa, Enselada, Fidelios,  Papas, usw.) werden mit der Hand aus den riesigen Kochtöpfen geholt. Das man bei der selben Marktdame (bzw. Hand der Dame) auch bezahlt, ist vielleicht nicht das hygienischste ABER das Essen ist trotzdem sehr vorzüglich! Danach gibt es noch einen frischen Jugo de Platano con leche, verbunden mit einem kleinen Plausch mit der Verkäuferin - echt entspannt…

Für den Nachmittag werden noch ein paar frische Nüsse, Pancitos, Tomaten und Käse (selbes Procedere wie beim Almuerzo)  gekauft, um dann noch im Park ein paar alten Bolivianerinnen in Tracht beim geniessen Ihrer neongrünen Gelatine mit Sahne und Ihren Männern beim Schlafen unter den Büschen zuzusehen…

Aber eigentlich sind wir hier, um den Zug nach Uyuni zu nehmen - das Tor in die Salzwueste – und das Ticket ist bereits gekauft…

 

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