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Peru ist und bleibt einfach abenteuerlich – Notstand am Machu Picchu!

Freitag, 29. Januar 2010 7:05

Während wir hier unsere Tour zum Machu Picchu planten, im ständigen Kontakt mit unseren vor-Ort „Korrespondenten“ Nicole und Phil (Hier geht’s zu ihrem Blog), kamen immer mehr Zweifel ob Machu Picchu zu diesem Zeitpunkt (Regenzeit) ein gute Idee sei.
Und ZACK, schon einen Tag später berichtet der Spiegel online: Tausende Urlauber sitzen am Machu Picchu fest „Die schwersten Regengüsse seit 15 Jahren haben für Überschwemmungen im Süden Perus gesorgt. Tausende Urlauber sitzen in der Nähe der Inkastadt Machu Picchu fest, Rettungshubschrauber sind im Einsatz - die Regierung rief für die Region den Notstand aus.“
Und tags drauf: Touristen müssen in Bahnwaggons übernachten „Stromausfälle, defekte Geldautomaten, Übernachtungen in Bahnwaggons: Nach den schweren Überschwemmungen müssen Peru-Touristen in Aguas Calientes weiterhin unter schwierigen Bedingungen ausharren. Auch Deutsche sitzen in der Nähe von Machu Picchu fest.“
Keine Ahnung warum der Spiegel „Übernachten in einem Bahnwaggon“ jetzt für eine sonderlich große Herausforderung hält, die eine Schlagzeile Wert ist. Einzige sinnvolle Erklärung: relativieren. Unsere deutsche Presse bringt leider bezüglich Peru (und so vielen anderen Ländern der Welt) stets nur emotional aufgebauschte Krisen, Katastrophen und Kriegs Meldungen aus x-ter Hand hervor. Was wir hier in den Medien sehen und von Menschen hören ist zwar auch sehr leidvoll, vor allem für die Einheimischen die ihre Häuser und alles Hab und Gut verloren haben, aber weitaus weniger katastrophal als es es sich im Spiegel liest. Vor allem und zu aller erst sind hier Touristen „gerettet“ worden, was bezüglich der offen ausgelebt zwei Klassen Menschen Einordnung noch ein Nachspiel haben dürfte. Vielfältige Hilfsmaßnahmen sind eingeleitet worden, keiner muss verhungern oder verdursten, schon gar nicht Touristen. Die Straßen, Schienen und Brücken sind unpassierbar oder weg gespült, aber die Luftbrücke steht. Sollte das Wetter nicht extrem stürmisch werden, wird alles gut. Ich denke für die meisten Touristen ist das bisher einfach nur ein großes Abenteuer das die Urlaubsplanung gehörig durcheinander bringt und darüber hinaus noch Einblicke in Standards des komfortlosen Backpackerurlaubs gewährt. Richtig gefährlich könnte es jedoch für die Leute werden, die trotz der gefährlichen Wetterlage vor einigen Tagen aufgebrochen sind, um auf den berühmten Inka Trail zu wandern. Zwei sind tragischerweise bei einem Erdrutsch ums Leben gekommen. Man vermutet, trotz offizieller Sperrung, weitere auf dem Trail. Von ihnen weiß man leider bisher nichts weiteres.

Nun, was heißt das für uns? Eigentlich nur, dass wir Machu Picchu nach hinten verschoben haben. Da der Wiederaufbau der arg zerstörten Infrastruktur wohl viel Zeit in Anspruch nehmen wird, werden wir in den nächsten zehn Tagen erst Zwischenstopp im Resreva Nacional de Paracas, den Islas Ballestas, den Ebenen von Nazca, der wunderschönen Stadt Areqipa, dem Cañon del Colca und natürlich beim Titikaka See einlegen. Da es bis dahin eher unwahrscheinlich ist, das wir schon in die Notstandsregion gelangen, werden wir ggf. zwei weitere Wochen Bolivien einlegen, bevor wir wieder nach Peru zurückkommen, um dann endlich Machu Picchu zu sehen und danach, Ende Februar, nach Chile weiter zu reisen.

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Thema: Unterwegs | Kommentare (3) | Autor: Ahmed

Von Huaraz nach Lima

Donnerstag, 28. Januar 2010 22:00

Eben noch im Hochland, schon in der Wüste, bzw. am Meer. Peru ist wie ein kleiner Kontinent. Die 8-stündige Fahrt durch Gebirge, Pampa, Zuckerrohrfelder so weit das Auge reicht, Wüste und noch mehr Wüste, an Steilküsten entlang, durch „dritte Welt Dörfer“ hindurch, um Schluss endlich in Limas modernen europäisch anmutenden Stadtteil Miraflores ein Herberge zu finden, war in einem Wort: eine „Sightseeingtour“. Wir haben versucht das in Bildern zu dokumentieren, leider ist das Ergebnis ein wenig ernüchternd wenn man durch polarisierend getönte Scheiben eines fahrenden Busses fotografiert Peru  Von Huaraz nach Lima Macht nichts, live war es einfach schön, Miraflores wird nachgereicht.

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Irgendwo in der (Honco-)Pampa…

Montag, 25. Januar 2010 19:56

…gibt es pre-Inca Ruinen zu sehen. Allerdings ist nicht mehr viel davon übrig. Entweder wurden sie zerstört, abgetragen oder einfach neue Häuser angebaut. Z.B. im letzten Bild, klein in der Mitte. Kann es den Leuten hier wirklich angekreidet werden? Sie lebten recht lange isoliert und was für uns geistigen archäologischen Wert hat, war für sie zunächst mal lebensnotwendiges Baumaterial. Da die Honcopampa aber seit einem guten Jahr für Touristen erschlossen wird, wird sich das sicher schon bald ändern. Ggf. wird hier dann mit Nachbauten der alte Anschein rekonstruiert. Schon jetzt ist die Honcopampa jedoch sehr pittoresk anzusehen. Ein (kleine) feuchte Pampa in einem Tal gelegen, zwischen Cordillera Blanca und Negra. Grasflächen, durchzogen von Flüssen und Rinsalen, überall durch Gletscher hier „abgelegte“ Felsen und Steine. Es hat sogar einen obligatorischen Wasserfall.

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Die Lagunas Llanganuco - Orte wie im Märchen

Mittwoch, 20. Januar 2010 17:00

Nur wenige Kilometer von Huaraz entfernt beginnt der Nationalpark „Parque Nacional Huascarán“. Er zählt zum UNESCO Weltnaturerbe und umfasst den größten Teil der Cordillera Blanca der über. 4000m Höhe liegt - etwa 3400 km² Fläche.

Peru Ancash  Die Lagunas Llanganuco   Orte wie im Märchen
Photo by http://www.eferesen.org

Er ist neben den Alpinisten bzw. „Andinisten“ ob seiner Flora und Fauna auch ein viel frequentiertes Ausflugsziel für nicht Bergsteiger. Die geologischen Gegebenheiten verursachen eine Vielzahl von mikroklimatischen Zonen, die dem Besucher eine ebensolche Vielzahl von Ausflugszielen mit immer neuem Ambiente bescheren.
Sehenswerte Juwelen sind zum Beispiel zwei Bergseen die hier Lagunas Llanganuco genannt werden und durch die vergletscherten Gipfel der Berge Huascarán, Huandoy, Pisco, Yanapaccha und Chopicalqui gespeist werden. Insbesondere der größere und leichter zugänglichere namens „Chinancocha“, am Fuße des Nevado Huarascán, begeistert mit wunderschönen Farben des Wassers und der hiesigen Pflanzenwelt. Wir kamen uns hier auf den (kurzen) Wanderwegen ein wenig wie in einem Fantasymärchen vor. Neuseelandfeeling in den Anden Peru Ancash  Die Lagunas Llanganuco   Orte wie im Märchen
Der zweite See namens „Orconcocha“ kann ebenfalls erlaufen werden, was wir aber nicht getan haben.

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Huaraz am Fuße der Cordillera Blanca

Sonntag, 17. Januar 2010 7:00

Bei der Wahl unseres Genesungsortes haben die Berge das Rennen gemacht. Der Gedanke schwitzend mit Gips am Strand zu sitzen, ohne Option sich im Meer abzukühlen aber stets Sommer-Sonne-Strand-Preise zahlend, hat uns nicht nicht wirklich gefallen.
Da sind wir nun auf etwa 3100m Höhe, an der höchsten Gebirgskette des amerikanischen Kontinents, der Cordillera Blanca. Mit ihren vergletscherten über 50 zählenden Fünf- und auch Sechstausendern ein wahrhaft majestätischer Anblick, den wir von der Dachterrasse unserer schmucken Herberge in Huaraz zu genüge genießen. Hier gibt es TV, Bücher und Internet. Ich habe mir zahlreiche Computerspiele besorgt Peru Ancash  Huaraz am Fuße der Cordillera Blanca und außerdem haben wir einen weiteren Spanischkurs belegt. Im großen und ganzen geht es uns bereits viel besser, die Bewegungsfreiheit kommt Stück für Stück wieder und wir planen sogar die nächsten Tage einen kleinen Ausflug (mit dem Auto, dann nur eine Stunde laufen) zu einer nahe gelegenen Lagune zu machen.
Vielen Dank für die Genesungswünsche, sie haben offensichtlich gewirkt. Einzig die Fahrten mit den ganzen Bus fahrenden Möchtegern Michael Schuhmachers machen uns noch emotional zu schaffen. Da es sich hier aber schlecht anders fortbewegen lässt werden wir uns damit abfinden müssen. Zumindest meiden wir jetzt Nachtfahrten wo es geht.

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