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San Cristóbal de Las Casas

Sonntag, 30. August 2009 3:11

Die Stadt San Christobal, wurde am 1.1. 1994 für einige Zeit okkupiert. Die EZLN, die Ejército Zapatista de Liberatión National und ein Herr namens „Subcomandante Marcos“ rückten in das globale Rampenlicht -“we apologize… but this a revolution“. Heutzutage noch äußerst präsent in 7 autonomen Zonen (caricoles) in Chiapas. Ihre lokalpolitische- und Globalisierungskritik ist immer noch aktuell und akut. Zapatistats in eine Terrorschublade zu stecken wäre unangebracht.
Die Stadt ist jedenfalls seit dem ein Magnet für „political left mindet People“. Mit dem „Publikum“ hier fühlt man sich ein wenig wie auf einem ewigen alternativen Festival: Klasse Atmosphäre!

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Cañón del Sumidero

Sonntag, 30. August 2009 2:52

Eine klasse Abwechslung zur Hitze im Tiefland, war eine Fahrt im Schnellbot durch den Cañón Sumidero. Der Wind pfeift einem erfrischend um die Ohren, und man genießt das Bild das sich bietet wenn man im inneren einer teilweise 2km tiefen Schlucht entlangfährt. Begleitet wird man dabei von verschiedenen Vögeln, und Krokodilen. Ja, Krokodile. Endlich! Nach mehren erfolglosen  Versuchen in dedizierten natürlichen Krokodilgebieten verschiedenster Nationen Krokodile zu Gesicht zu bekommen… Da waren sie dann endlich Mexiko Chiapas  Cañón del Sumidero

P.S.: Der interessante Wasserfall da mitten im Canyon mit eigenem Ökosystem hatte auch einen Namen, den ich nicht mehr weiss. Jedenfalls ist mir bei Durchsicht der Bilder aufgefallen, dass sich die Guides hier mal eine schöne Story drumherum einfallen lassen sollten.

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Henequen Hacienda

Donnerstag, 20. August 2009 7:00

Henequen (Sisal) stellte lange Zeit eines der wichtigsten Exportgüter der Region um Mérida dar. Großabnehmer wie Volkswagen polsterten mit der Faser z.B. Autositze. Die Sisalfaser wird aus den Blättern einer Agaven-Art gewonnen und diente Jahrhunderte lang als Materialgrundlage für Taue, Seile, Garne und Teppiche. Nun, wie das so ist, gibt es mittlerweile günstigerer Kunststoff-Alternativen sodass die hier ehemals so wichtige Industrie stark geschrumpft ist. Das Exportvolumen ist seit Mitte der 80′er um 80% gesunken.
Es gibt jedoch Hoffung, hohe Rohölpeise und neue Verwendungsmöglichkeiten der Faser als Verbundstoff könnten der Henequen Industrie in naher Zukunft ein goldene Renaissance bescheren.

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Celestún

Mittwoch, 19. August 2009 7:00

Im Norden der  Yucatán Halbinsel am Golf von Mexico, befindet sich eine kleine Fischerstadt namens Celestún und das gleichnamige Mangroven-Biosphärenreservat, dem wegen seiner hohen Flora- und Faunadiversität bereits 1979 der UNESCO Titel „Weltnaturdenkmal“ verliehen wurde und so bis heute ein beliebtes Ausflugsziel für Naturliebhaber darstellt und so Gegenstand dieser Motiv Serie wurde.
Auszug zur Topologie aus Wikipedia:
„Die Wasseroberfläche des Mangrovensumpfes ist 59,139 ha groß. Die Flussmündung ist 21 km lang und bis zu 3 km breit. Im Süden befindet sich der versteinerte Wald Tampetén.
Hydrologische Besonderheiten sind in dem naturgeschützte Mangrovengebiet die Süßwasserquellen Baldiosera und Cambay. Die Quellen dienen zur Süßwasserversorgung der einheimischen Bevölkerung. In den von Süßwasser eingespeisten Naturseen ist das Baden möglich.
Westlich des Sees liegen die Fischerdörfer Xixin und Cholul. Durchtrennt wird die Flussmündung durch die Straßenbrücke der Fernstraße von Mérida zum Sandstrand des Fischerdorfs Celestún.“
ausserdem zur Fauna:
„Von Dezember bis März überwintern in Celestún kanadische Wasservögel. Die in der Flussmündung liegende Isla de los pajaros (Vogelinsel) ist ein bevorzugter Brutplatz der Vögel im Sumpf von Celestún. Zu den Lebewesen in Celestún gehören neben Fischen, Shrimps, Muscheln, Pelikanen, Fregattvögeln, Reihern, Ibisse, Seeadlern der nur hier anzutreffende Karibikflamingo. Diese weltweit einzige Art wird umgangssprachlich auch Rosaflamingo bezeichnet. Dem Karibikflamingo dient der Mangrovensee als Rast-, Nahrungs- und Brutstätte. Zu den 234 nachgewiesenen Säugetieren im Mangrovenwald von Celestún gehören neben Ozelot, Jaguar, Wildkatze auch der vom Aussterben bedrohte Spinnenaffe. Darüber hinaus ist das Mangrovengebiet Lebensraum von zwei Gattungen von Krokodilen, Kaimanen , der Grünen und der Loogerhead- Schildkröte. In dem angrenzenden niedrigen Dschungel leben zahlreiche Insekten. Insbesondere subtropische Schmetterlinge und Termiten bevölkern den Dschungel. Shrimps bevölkern im westlichen Pointe Ninum die Flussmündung.“

Und tatsächlich, hier bekommt man alle 2 Minuten etwas neues zu sehen. Wenn Tierwelt ein Fernsehprogramm wäre, wäre das hier Zapping! Besonders interessant war der Ausflug in die Mangroven hinein, zur einer Süßwasserquelle aus der kristallklares Wasser sprudelte. Martina hat sogar eine Krokodil gesehen, obwohl sich diese hier nur nachts heraus trauen. Das befremdliche daran war, das  sich das Krokodil direkt an einer Stelle aufgehalten hat, in der auch einige Leute ein Bad genommen haben.

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Uxmal

Mittwoch, 12. August 2009 0:09

Weiter die Spuren der Mayas verfolgend, haben wir uns natürlich auch Uxmal (wird Uhsch-mahl ausgesprochen) und einige weitere Ruinen der so genannten Routa Puuc angesehen. Wie schon Chichén Itzá, ist Uxmal eine viel besuchte und gut restaurierte Stätte. Angesiedelt in der „hügligen“ Puuc Region. „Puuc“ heißt Hügel und ist Namensgeber der Architektur „Puuc Stil“. Tatsächlich sind viele der „Hügel“ überwucherte ehemalige Maya Gebäude!
Uxmal dürfte mit seiner ersten Ansiedlung in der späten frühklassischen Periode (500 v. Ch.) gegründet worden sein, jedoch ist der Großteil der Bauten erst zum Ende der klassischen Periode (600 – 1000 n. Ch.), mit Überlappungen in die post-klassische Periode errichtet worden. Dem entsprechend ist hier maßgeblich Puuc Stil mit einigen Einflüssen aus dem mexikanischen Hochland in der Symbolik zu sehen. Auch hier ergänzte sich Chac, Regengott bzw. Himmelsschlange, perfekt mit  Quetzalcóatl. Uxmal war zu ihrer Hochzeit quasi die Hauptstadt der Region, das politische und religiöse Zentrum das andere Städte (Sayil, Kabah, Xlapak und Labná) in der Region kontrollierte. Ein sagenhaftes Straßennetz aus Kalkstein, die weißen Straßen der Maya, sorgte dabei für regen Austausch.

Betritt man die Anlage, so ist das erste was man zu Gesicht bekommt der Wahrsagertempel. Eine Konstrukt das bis heute viele ungeklärte Fragen birgt. Am auffälligsten ist die ovale Bauweise der Plattform die einmalig für Mayatempel ist. Was wir heute sehen ist die Restaurierung der fünften „Überbauung“ des Tempels. Lediglich der Westeingang des oben angelegten Tempels ist noch aus der der vierten Version übrig und stellt eine große Chac Maske dar, durch dessen Mund man den Tempel betritt. Im großen und ganzen eine recht plumpe Erscheinung, deren schöne Stelle, der obere Tempel leider dem Besucher vorenthalten wird. Letzte Ausgrabungen deuten darauf hin das der Tempel für ganz besonderer heilige Zeremonien verwendet wurde, und die irdische Residenz von Chac gewesen sein sollte.
Unmittelbar hinter dem Wahrsagertempel eröffnet sich das so genannte Nonnenviereck, das den Besucher mit eine Flut von Details überrumpelt. Über den ursprünglichen Zweck ist man sich nicht ganz einig. Die Fülle an manifestierten Informationen lässt jedoch auf eine Art Akademie (evtl. königlich, vlt. militärisch?) schließen. Hier sollte man sich viel Zeit nehmen. Chac Masken an jeder Ecke,  Quetzalcóatl, diverse Muster (Schlange als Vorlage? - siehe letzten Artikel) und Hieroglyphen laden hier zum interpretieren und „rumspinnen“ ein Uxmal Mexiko Maya  Uxmal

Uxmal Mexiko Maya  Uxmal

Wenn man das Nonnenviereck Richtung Süden verlässt, überquert man den obligatorischen Pelota Platz (siehe letzten Artikel) und gelangt zum Puuc Meisterstück der Anlage – dem  Gouverneurspalast. Hier findet man quasi alles was den Puuc Stil ausgemacht hat. Heute ist das ehemals so wichtige Gebäude von zahlreichen Fledermäusen bewohnt, deren Kot-Gestank jedoch auch dafür sorgt das nicht zu viele Touristen die (tatsächlich langweiligen) Innenräume sehen wollen Uxmal Mexiko Maya  Uxmal
Direkt hinter dem Gouverneurspalast gelangt man zur Front der „großen Pyramide“, die wie so viele Gebäude mehrfach überbaut wurde. Offensichtlich hat man jedoch die letzte Überbauung gestoppt, die Gründe sind unklar. Geht man hinter die Pyramide, sieht man nur einen Puuc – einen bewachsenen Hügel, den ein ungeübter Mensch eben einfach für einen Hügel gehalten hätte. Das erklimmen über die Front lohnt sich jedenfalls, um einen guten Überblick über die Anlage zu gewinnen.
Uxmal hat darüber hinaus noch einige weitere offiziell begehbare Ruinen, die jedoch erstmal durch überwucherte kaum zu sehende Wege gefunden werden wollen. Die „Friedhofsgruppe“ z.B., deren Namensgeber die dort in Stein gehauene und noch zu sehenden Totenschädel und Gebeine sind, ist hier noch die leichteste Übung. Die Plattform der Stelen hab ich z.B. nur durch Zufall und „20 Minuten verirrt sein“ gefunden- Na ja, dieser Platz war ohnehin noch völlig unbearbeitet, hatte aber einige große Steintafeln voller Gravuren in schlechtem Zustand. Mehr was für richtige Archäologen Uxmal Mexiko Maya  Uxmal

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